Nur noch drei Jahre Aufsichtsratschef Hasso Plattner plant Rückzug bei SAP

Als letzter der fünf Mitgründer ist Hasso Plattner noch bei SAP aktiv. Doch nun plant der Aufsichtsratschef seinen Abschied - wenn auch eher mittelfristig.

Hasso Plattner will noch drei Jahre als SAP-Aufsichtsratschef machen
Ralph Orlowski / REUTERS

Hasso Plattner will noch drei Jahre als SAP-Aufsichtsratschef machen


SAP muss in spätestens drei Jahren ohne seinen Mitgründer Hasso Plattner auskommen. Denn der derzeitige Aufsichtsratschef läutet seinen Abschied bei dem Softwareunternehmen ein. Bei der Neuwahl des Aufsichtsrats auf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch in Mannheim stellte sich der letzte aktive Gründer des Softwarekonzerns nur noch für drei Jahre zur Verfügung.

"Diese drei Jahre sollen dann gleichzeitig auch meine letzte Amtszeit sein", sagte Plattner. Die Frage nach seiner Nachfolge ließ der 75-Jährige zum Ärger seiner Aktionäre aber offen. "Seien Sie versichert, dass ich mich mit dieser Frage intensiv befasse", sagte er. Plattner hat sich länger als alle anderen Gründer bei SAP gehalten. Sein Mitstreiter Dietmar Hopp verabschiedete sich schon 2005 aus dem Aufsichtsrat.

Plattner und Hopp hatten zusammen mit Hans-Werner Hector, Klaus Tschira und Claus Wellenreuther 1972 die Firma Systemanalyse und Programmentwicklung - kurz SAP - gegründet. Die Tüftler, zuvor allesamt beim US-Konzern IBM beschäftigt, entwickelten Programme, die Lohnabrechnung und Buchhaltung per Großrechner ermöglichten - damals eine Revolution.

Insgesamt haben die SAP Chart zeigen-Aktionäre auf der aktuellen Hauptversammlung nicht viel Grund zu Kritik. Die Aktie erreichte erst Ende April ein Allzeithoch von 117 Euro. Beim Börsenwert hat der Dax-Konzern mit gut 135 Milliarden Euro über 40 Milliarden Euro Abstand zu Siemens Chart zeigen, dem Industriegasehersteller Linde Chart zeigen oder der Allianz Chart zeigen.

Das für die Hauptversammlung relevante Geschäftsjahr 2018 lief gut, die Anteilseigner erhalten eine höhere Dividende von 1,50 Euro. SAP-Chef Bill McDermott hob trotz eines Verlusts im ersten Quartal erst jüngst die Gewinnprognose für 2019 an.

mmq/dpa



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