Skandinavische Fluggesellschaft Pilotenstreik kostet SAS 60 Millionen Euro

Mehr als 4000 Flüge fielen aus, mehr als 380.000 Reisende waren betroffen: Nun meldet die Fluggesellschaft SAS infolge des Pilotenstreiks einen Millionenverlust.

SAS-Flugzeug über Paris: Mehr als 380.000 betroffene Fluggäste
REUTERS/Charles Platiau

SAS-Flugzeug über Paris: Mehr als 380.000 betroffene Fluggäste


Ein tagelanger Pilotenstreik hat die skandinavische Fluglinie SAS umgerechnet mehr als 60 Millionen Euro gekostet. Das teilte das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen mit. Demnach wird der Verlust aufgrund des Konflikts auf rund 650 Millionen schwedische Kronen geschätzt.

Der sechs Tage lange Streik um höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten hatte Ende April zum Ausfall von über 4.000 Flügen geführt, betroffen waren mehr als 380.000 Reisende.

Für das gesamte zweite Quartal meldete SAS einen Verlust von 114 Millionen Euro vor Steuern. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Streiks, sagte Konzern-Chef Richard Gustafson, seien zu den bestehenden Problemen für SAS hinzugekommen.

Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit einem harten Wettbewerb, steigenden Ölpreisen, einer schwachen schwedischen Krone und hohen Personalkosten in Skandinavien. Das Ergebnis, sagte Gustafson, sei "bei Weitem nicht zufriedenstellend".

Der Pilotenstreik dauerte von 26. April bis 2. Mai und endete mit einer auf drei Jahre angelegten Vereinbarung. Piloten erhalten in diesem Jahr eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent, gefolgt von drei und vier Prozent in den Jahren darauf.

raia/AP/dpa



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observerlbg 28.05.2019
1. Dann wird die SAS wohl fusionieren müssen....
..wie so viele andere Fluglinien zuvor. Mit der Konsequenz der Personalstraffung, also Entlassungen, Umverteilung von Flugrouten usw. Bei den Piloten wird sicher nicht gespart, dann also beim Bodenpersonal. Schönen Dank auch.
Hans-Dampf 28.05.2019
2.
Zitat von observerlbg..wie so viele andere Fluglinien zuvor. Mit der Konsequenz der Personalstraffung, also Entlassungen, Umverteilung von Flugrouten usw. Bei den Piloten wird sicher nicht gespart, dann also beim Bodenpersonal. Schönen Dank auch.
Warum sollte nicht beim personell teuersten Punkt (Piloten) gespart werden? Es wäre ja unsinnig, bei weniger Flugbewegungen ebenso viel Piloten vorzuhalten. Aber das steht ja alles noch nicht fest.
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