Ceconomy Metro gliedert Media Markt und Saturn aus

Der Metro-Konzern kommt bei der Aufspaltung voran und gliedert die Elektronikmärkte aus. Media Markt und Saturn kommen unter das Dach einer Firma mit dem ebenso gewöhnungsbedürftigen wie nichtssagenden Namen Ceconomy.

Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt
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Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt


Die Konzern-Strategen des Handelsriesen Metro bereichern den Fundus seltsamer Kunstnamen um eine Neuschöpfung: Ceconomy. Unter diesem Dach wird in Zukunft das Elektronik-Geschäft mit den Ketten Media Markt und Saturn firmieren.

Metro Chart zeigen hat angekündigt, seine Geschäftsfelder neu zu ordnen. Der Konzern spaltet sich damit in zwei Dachgesellschaften auf. Neben Ceconomy bleibt der Name Metro erhalten. Er bündelt das traditionelle Großhandelsgeschäft Cash & Carry sowie die Verbrauchermarktkette Real.

Die Kosten für die Aufspaltung bezifferte Metro auf rund 100 Millionen Euro. Vollzogen werden soll die Teilung bis Mitte kommenden Jahres. Zunächst muss aber die Hauptversammlung am 6. Februar den Plänen noch zustimmen. Die drei Ankeraktionäre - die Familien Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim, denen rund 50 Prozent der Stimmrechte gehören - haben bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Der Konzern hofft, dass sich die einzelnen Unternehmensteile getrennt voneinander besser entwickeln können und auf diese Weise auch mehr Wert für die Aktionäre erzielen. Nennenswerte Synergien habe es zwischen dem Lebensmittel- und dem Elektronikgeschäft ohnehin kaum gegeben, hatte Metro argumentiert.

Die neue Metro AG kommt auf einen Umsatz von gut 36 Milliarden Euro, führen wird sie der jetzige Konzernchef Olaf Koch. Media-Saturn-Chef Pieter Haas soll Ceconomy leiten. Das Unternehmen kam im abgelaufenen Jahr auf etwa 22 Milliarden Euro Umsatz.

beb/dpa

insgesamt 13 Beiträge
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ctwalt 15.12.2016
1. Das hilft
in einer Zeit, in der der Preis dominiert und die teuren Mieten bei Saturn und MM samt Personal und sonstiger Kosten in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen?
schlaueralsschlau 15.12.2016
2. @ #1
Metro bereitet sich auf einen Untergang oder totalumbau von Mediamarkt vor.
Referendumm 15.12.2016
3. Anfang vom Ende
Zitat von ctwaltin einer Zeit, in der der Preis dominiert und die teuren Mieten bei Saturn und MM samt Personal und sonstiger Kosten in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen?
Das dürfte wohl eher der Anfang vom Ende sein. Erst ausgliedern, damit der neue Konzern Ceconomy (was für ein dussliger Name) nichts mehr mit der Metro gemein hat und dann billig verscherbeln oder einfach dicht machen. Schon Urzeiten her, dass ich mal einen dieser Läden besucht hatte und dann kommt bei mir immer sofort der Fluchtgedanke auf. Scheußlich dort, da stets ein ramschiger Eindruck aufkommt. Man fühlt sich unwohl und beim Kauf selbst von Kleinigkeiten im Prinzip immer irgendwie abgezockt. Ich kannte Saturn noch von der Anfangszeit her (Saturn-Hansa-Markt) der tolle Plattenladen in Kölle. Immer wieder gerne zig km hingefahren und gesucht: Wo ist WEA 123456? Wo CBS 876543? Bestimmt 90 % meiner LPs stammen von dort. Auch der in der Mönckebergstraße direkt am Hamburger Hauptbahnhof war klasse. Ja, das waren noch tolle Zeiten ... ;) Aber heute? Die unsäglich dumme Werbung trägt zum Ramschgefühl bei.
ehrenwort 15.12.2016
4. Amazon wartet schon!
Auch bei den ELektromärkten muß man feststellen, dass immer mehr (Fach) Personal eingespart wird. Die jungen Konsumenten haben meisten mehr Ahnung als die Verkäufer und sind zudem noch oft besser gepflegt bzw. attraktiver gekleidet. Selbst an Samstagen sind viele Kassen nicht besetzt, weil man Personal einsparen will. Für den Verbraucher ist es schon heute günstiger, wenn er sich bei den Märkten die Ware anschaut und letztlich dann bei Amazon bestellt.
ancoats 15.12.2016
5.
"Ceconomy" - wahrlich ein echter Denglish-Geniestreich: akustisch nicht zu unterscheiden von "kack-onomy", aber das passt irgendwie ja doch schon...
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