Russland Staatliche Sberbank macht Rekordgewinn - trotz Sanktionen

Der Westen hat gegen Russlands Sberbank Sanktionen verhängt. Das Geschäft des Staatskonzerns floriert dennoch: Im vergangenen Jahr hat das von einem Putin-Vertrauten geführte Unternehmen mehr verdient als je zuvor.
Präsident Wladimir Putin, Sberbank-Chef German Gref

Präsident Wladimir Putin, Sberbank-Chef German Gref

Foto: ALEXEI DRUZHININ/ AFP

Russlands größtes Geldhaus Sberbank   hat sich in einem schwierigen Marktumfeld behauptet - und 2016 den größten Gewinn der Konzerngeschichte gemacht. Die staatliche Bank verdoppelte den Überschuss im vergangenen Jahr auf 542 Milliarden Rubel, umgerechnet sind das rund 8,8 Milliarden Euro.

Das vierte Quartal fiel dabei deutlich besser aus als von Analysten erwartet. Die staatlich kontrollierte Bank musste weniger Rückstellungen bilden und arbeitete im Kreditgeschäft profitabler.

Die Sberbank wird von German Gref geleitet, einem langjährigen Weggefährten von Präsident Wladimir Putin. Sie gehört zu jenen russischen Staatskonzernen, gegen die EU und US-Regierung im Zuge der Ukrainekrise Sanktionen verhängt hatten. Die Sberbank hat deshalb nur sehr eingeschränkt Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Zudem kämpft Russland mit einer wirtschaftlichen Krise. 2015 war die Wirtschaft um 3,7 Prozent geschrumpft und auch 2016 nicht gewachsen.

Die Sberbank gewann in den vergangenen Jahren allerdings an Marktanteilen in Russland hinzu. Sein Unternehmen komme "stärker aus der Krise als jemals zuvor", sagte Konzernchef Gref.

beb/Reuters
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