Autozulieferer Hunderte Schaeffler-Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit

Die Autobranche rutscht in die Krise: Etwa 250 Mitarbeiter des Autozulieferers Schaeffler arbeiten nun in Kurzarbeit. Wie lange, ist unklar.

Blick auf die Firmenzentrale von Schaeffler in Herzogenaurach
imago images / isslerimages

Blick auf die Firmenzentrale von Schaeffler in Herzogenaurach


Etwa 250 Mitarbeiter des Autozulieferers Schaeffler haben mit Beginn dieses Monats ihre Arbeitszeit reduziert, wie eine Konzernsprecherin sagte. Gut die Hälfte der im Sondermaschinenbau beschäftigten Mitarbeiter am Standort Frauenaurach in Erlangen fahren ihre Arbeitszeit herunter. Im Schnitt gehe es dabei um eine Senkung von 25 Prozent.

Schaeffler leidet unter dem Produktionsrückgang in der Autobranche und dem technologischen Wandel vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antrieben. In einigen Zulieferzweigen des Fahrzeugbaus besteht bereits in jedem dritten Unternehmen Kurzarbeit.

Schaeffler hatte im März einen Krisenplan vorgestellt, der unter anderem die Möglichkeit von Kurzarbeit und zusätzliche Schließtage an Brückentagen vorsieht. Ebenso hatte das Unternehmen angekündigt, 700 Stellen in Deutschland abzubauen. Mit Maßnahmen wie Kurzarbeit und Überstundenabbau will das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen vermeiden.

Jüngst hatte Schaeffler seinen Krisenplan ausweiten müssen: Vom 1. Dezember an sollen die Verträge von Mitarbeitern, deren Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöht wurde, wieder auf die tariflich vereinbarte 35-Stunden-Woche gesenkt werden. Dies gelte zunächst lediglich für einige Unternehmensbereiche, hieß es. Weitere könnten folgen.

Wie lange genau die Kurzarbeit andauere, wollte der fränkische Autozulieferer nicht konkretisieren: Der Schritt gelte "bis auf Weiteres". Der Konzern mit Hauptsitz in Herzogenaurach beschäftigt weltweit mehr als 90.000 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro.

flg/dpa-AFX



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