Abschwung in der Autobranche Schaeffler streicht weitere 1300 Stellen

Der Zulieferer Schaeffler will in Deutschland rund 1300 Arbeitsplätze abbauen. Betroffen ist erstmals auch die als stabil geltende Industriesparte.

Schaeffler-Stand auf der IAA (Archiv): Der Konzern baut weitere Stellen ab

Schaeffler-Stand auf der IAA (Archiv): Der Konzern baut weitere Stellen ab


Beim Auto- und Industriezulieferer Schaeffler sollen bis zu 1300 weitere Stellen in Deutschland abgebaut werden. Ein Sprecher des Unternehmens aus dem fränkischen Herzogenaurach bestätigte die Pläne.

Die Abbaupläne betreffen erstmals auch die Industriesparte des Wälzlager-Spezialisten, die als stabiler gilt. Im März hatte Schaeffler in der Autozuliefersparte den Abbau von 900 Stellen in Europa angekündigt, 700 davon in Deutschland. Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem Kurzarbeit in einzelnen Werken und einzelne Schließtage.

Prinzip doppelter Freiwilligkeit

Der Konzern leidet unter dem Abschwung in der Automobilindustrie und dem Trend zur Elektromobilität. Grundsätzlich herrscht in Herzogenaurach aber Zuversicht, dass die Problemphase überstanden wird, etwa durch Umschichtungen in weniger betroffene Unternehmensteile.

Der nun beschlossene Abbau beruhe auf dem Prinzip doppelter Freiwilligkeit, sagte der Sprecher. Der Mitarbeiter muss ebenso damit einverstanden sein wie das Unternehmen. Je nach Alter kämen Abfindungen, Vorruhestand oder Altersteilzeit in Frage. Die finanziellen Folgen des neuerlichen Abbaus ließ Schaeffler zunächst offen.

Weltweit beschäftigte Schaeffler Ende Juni 90.500 Mitarbeiter, rund 2000 weniger als Ende 2018. Im vergangenen Jahr setzte die Gruppe mehr als 14 Milliarden Euro um.

brt/Reuters/dpa

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