Nach Haft-Urteil Schleckers Kinder gehen in Revision

Der Prozess um die Schlecker-Pleite endete mit Haftstrafen für die Kinder des Ex-Drogeriekönigs. Doch die wollen das Urteil nicht akzeptieren.

Anton Schlecker (Mitte mit seinen Kindern Meike (l.) und Lars (r.)
DPA

Anton Schlecker (Mitte mit seinen Kindern Meike (l.) und Lars (r.)


Die Kinder des ehemaligen Drogerieunternehmers Anton Schlecker wollen sich nicht mit den gegen sie verhängten Gefängnisstrafen abfinden. Lars und Meike Schlecker hätten Revision gegen das Urteil im Prozess um die Pleite der gleichnamigen Drogeriekette eingelegt, bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor darüber berichtet. Damit geht der Prozess vor den Bundesgerichtshof (BGH), der das Urteil auf Verfahrensfehler prüft. Das Gericht hatte die beiden unter anderem wegen Bankrotts, Untreue und Insolvenzverschleppung zu Haftstrafen von 33 und 32 Monaten verurteilt.

Sie hatten kurz vor dem Insolvenzantrag von Schlecker zusammen sieben Millionen Euro aus der Logistikfirma LDG herausgezogen, die die Transporte der Waren vom Zentrallager zu den Schlecker-Filialen abwickelte. Das Gericht hielt Lars und Meike Schlecker für die faktischen Geschäftsführer der LDG. Das Unternehmen war allerdings voll von der Drogeriekette ihres Vaters Anton abhängig, der nach Zeugenaussagen auch bei der LDG das Sagen hatte.

Anton Schlecker war am Montag zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Er hat ebenso wie die Staatsanwaltschaft, die ihn für drei Jahre im Gefängnis sehen wollte, noch bis kommenden Montag Zeit, Revision einzulegen.

bam/Reuters



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