Schließung von Opel-Werk Antwerpen IG Metall wirft GM Kriegserklärung vor

Der Ton zwischen General Motors und den Gewerkschaften wird schärfer: Die Ankündigung des Autobauers, das Opel-Werk im belgischen Antwerpen zu schließen, ist nach Meinung der IG Metall eine Kriegserklärung an die europäischen Arbeitnehmer.
Opel-Werk in Antwerpen: Schluss, Ende, Aus

Opel-Werk in Antwerpen: Schluss, Ende, Aus

Foto: A0173 epa belga Dirk Waem/ dpa

Frankfurt am Main - So leicht wie gedacht wird General Motors (GM) seine Sanierungspläne für Europa wohl nicht durchbekommen. Die IG Metall hat den Plan des US-Autobauers, das Opel-Werk in Antwerpen dichtzumachen, als "Kriegserklärung gegenüber allen europäischen Arbeitnehmern bei Opel" bezeichnet.

Das GM-Management setze auf Kahlschlag und Standortkonkurrenz, heißt es in einer Erklärung des Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiters und Opel-Aufsichtsratsmitglieds Armin Schild. "Das ist die konsequente Fortsetzung von 15 Jahren GM-Desaster und 15 Monaten Geisterfahrt. Nun begibt sich GM offenbar auf den nächsten Horrortrip", so Schild weiter.

Der neue Opel-Chef Nick Reilly hatte zuvor angekündigt, im Rahmen der Sanierung des angeschlagenen Autobauers das Opel-Werk in Antwerpen mit seinen 2600 Beschäftigten bis Mitte des Jahres schließen zu wollen. Auch in Deutschland sollen im Zuge des Sparkurses etwa 4000 Arbeitsplätze abgebaut werden, in ganz Europa rund 8300. Es gebe reichlich Überkapazitäten in Europa, die abgebaut werden müssten, sagte Reilly in Brüssel.

Der Opel-Betriebsrat warf Reilly wirtschaftlich unsinniges Handeln und offenen Vertragsbruch vor. Man werde keinen Cent Arbeitnehmerbeiträge für die Schließung des Werks leisten, erklärte der europäische Betriebsratschef Klaus Franz in Rüsselsheim.

böl/dpa-AFX
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