Schrumpfkur Microsoft streicht mehr Stellen als angekündigt

Microsoft verschärft sein Sparprogramm: Der weltgrößte Software-Konzern will im Konzern nun 5800 Stellen streichen, 800 mehr als bislang angekündigt. Dabei hatte das Unternehmen erst vor kurzem mitgeteilt, bis zu 4000 neue Jobs schaffen zu wollen.

AP

New York - Es ist das erste Mal in der Geschichte des Konzerns, das Microsoft Chart zeigen überhaupt Jobs streicht - und die Sparmaßnahmen sind noch größer als bislang bekannt: Statt 5000 will Microsoft nun 5800 Jobs abbauen.

Die neuen Streichungen erfolgten weltweit und in verschiedenen Konzernbereichen, sagte ein Sprecher des Software-Konzerns am Mittwochabend. Insgesamt baut der US-Konzern damit nun mehr als sechs Prozent seiner rund 91.000 Stellen ab.

Die Ankündigung steht in krassem Widerspruch zu Angaben, die das Unternehmen noch Ende Oktober gemacht hat. Damals hatte Microsoft angekündigt, angesichts etwas besserer Aussichten wieder neue Stellen zu schaffen. In Deutschland arbeiten rund 2400 Menschen für Microsoft, der Großteil davon am Firmensitz in Unterschleißheim bei München.

Microsoft-Personalchefin Lisa Brummel sagte seinerzeit, die Prioritäten innerhalb des Konzerns hätten sich verschoben. Es sei daher kein Widerspruch, dass Microsoft gleichzeitig Jobs schaffe und abbaue.

Ausweitung von Partnerschaft mit Yahoo möglich

Die weltweite Wirtschaftskrise hatte auch Microsoft hart getroffen. In den vergangenen zwei Quartalen waren Gewinn und Umsatz deutlich zurückgegangen. Nach den Verwerfungen der vergangenen Monate setzt Microsoft nun alle Hoffnung auf sein neues Betriebssystems Windows 7(siehe Fotostrecke). Bis Ende 2010 sollen nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC weltweit bis zu 177 Millionen Lizenzen abgesetzt werden.

Windows beherrscht den Markt für Betriebssysteme mit einem Anteil von weltweit gut 95 Prozent. Zuletzt hatte aber der Erzrivale Apple Chart zeigen dem großen Konkurrenten Marktanteile abgejagt.

Auf dem Suchmaschinenmarkt verschärft der Software-Riese dagegen seinen Angriff gegen den Marktführer Google Chart zeigen. Microsoft-Chef Steve Ballmer denkt mittlerweile über eine Ausweitung der geplanten Online-Zusammenarbeit mit dem Internetsuchmaschinenbetreiber Yahoo Chart zeigen nach. "Es ist möglich, dass wir die Partnerschaft auf Gebiete außerhalb der USA vergrößern", sagte Ballmer. Zunächst müsse allerdings die die Zusammenarbeit in den USA genehmigt und vollzogen werden.

Die beiden US-Konzerne hatten sich Ende Juli grundsätzlich darauf geeinigt, sich für zehn Jahre bei der Internetsuche zusammenzuschließen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Kartellbehörden in den USA und Europa müssen noch grünes Licht geben. Ballmer rechnet nach eigenen Angaben Anfang 2010 mit einem Abschluss des Geschäfts.

ssu/dpa-AFX/Reuters



insgesamt 1678 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
DJ Doena 22.10.2009
1.
SPIEGEL ONLINE Forum > Blogs > Windows 7: Vergessen Sie Vista (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=9069) Meine Meinung (http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=4457223&postcount=16) ändert sich nicht innerhalb von einem Tag.
Galaxia, 22.10.2009
2. Fail 7 als Plagiat von Ubuntu
Zitat von sysopDerzeit startet der Verkauf von Windows 7. Hersteller Microsoft verspricht mehr Leistung, einfachere Bedienung und Kompatibilität vom Netbook bis zu Highend-PC - doch wie gut ist das neue Betriebssystem wirklich?
Wielange wird es noch dauern bis SPON über Linux mal berichtet? Anscheinend keine betuchte Klientel wie die lamer und byter aus Redmond. Zum Bleistift Fail 7 als Plagiat von Ubuntu.
Galaxia, 22.10.2009
3.
Zitat von sysopDerzeit startet der Verkauf von Windows 7. Hersteller Microsoft verspricht mehr Leistung, einfachere Bedienung und Kompatibilität vom Netbook bis zu Highend-PC - doch wie gut ist das neue Betriebssystem wirklich?
Ist SPON jetzt dem verurteilten Unternehmen verfallen? Das ehemalige Nachrichtenmagazin macht Schleichwerbung für ein Plagiat. Siehe auch Ubuntu, das verspricht nämlich nochmehr Leistung, einfachere Bedienung und Kompatibilität vom Netbook bis zu Highend-PC, bla Sülz.
Nobbi 22.10.2009
4.
"Gemeint ist das sogenannte Cloud Computing. Nutzer verlagern ihre Daten und Programme zusehends auf zentrale Server, die sie über verschiedene, oft mobile Endgeräte ansteuern können. Rechnerleistung wird so ins Internet ausgelagert, Nutzer können immer komplexere Aufgaben über ganz verschiedene Kleingeräte hinweg bearbeiten." Die Mär vom Cloud Computing geistert schon seit mehr als einer Dekade durch die Fachwelt, geändert hat sich bisher wenig und wird sich auch so schnell nicht ändern. Die Geräte werden immer schneller und kleiner, Speichermedien immer größer, warum sollte ich also meine Daten auslagern, wo sie praktisch meiner Kontrolle entzogen werden? Den Satz, dass Win7 das letzte OS für PCs der herkömmoichen Art sein wird, kann man getrost streichen.
Hercules Rockefeller, 22.10.2009
5. Hab keine Lust auf Windows 7
Ich hab irgendwie überhaupt keine Lust auf Windows 7. Damit kann ich auch nicht mehr machen, als ich schon mit XP mache. Und für ein bischen bunter und Touchfunktionen, die mangels geeigneter Hardware eigentlich noch niemand nutzen kann, lohnt der Wechsel wirklich nicht. Ich bleibe bei XP-das läuft mittlerweile derart stabil und hat ein so umfassendes Softwareangebot, es gibt wirklich keinen vernünftigen Grund für einen Wechsel. Vielleicht 2014, wenn die Sicherheitsupdates nicht mehr kommen. Aber ob man da überhaupt noch ein OS braucht, bzw. nicht einfach mit nem Langweilerlinux für Lau den Browser startet und den Rest per Webanwendung macht? Ich denke, 2014 gehen wir alle per Handy online und schließen lediglich per Bluetooth ne Tastatur und nen großen Bildschirm dran. Internet wird Alltag.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.