Vergleichsportale Investor kauft AutoScout24 und Finanzcheck für 2,9 Milliarden Euro

Im Mai scheiterte der Finanzinvestor Hellman & Friedman mit der Übernahme von Scout24. Nun hat er sich aber zwei Ableger des Unternehmens gesichert. Scout24 setzt auf eine andere Plattform.
Scout24 gibt sein Autogeschäft ab

Scout24 gibt sein Autogeschäft ab

Foto: Michael Dalder/ REUTERS

Der Internetportalbetreiber Scout24 verkauft seine Ableger AutoScout24 und Finanzcheck an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Der Kaufpreis liege bei rund 2,9 Milliarden Euro, teilte das im MDax gelistete Unternehmen mit. Vorstand und Aufsichtsrat hätten dem Deal zugestimmt. Den Angaben zufolge könnte der Preis aber noch angepasst werden. Zudem müssen die Aufsichtsbehörden dem Geschäft noch zustimmen.

"Durch die Transaktion schaffen wir einen erheblichen Wert für Scout24 und seine Aktionäre", wird CEO Tobias Hartmann in der Mitteilung  des Unternehmens zitiert: "Zudem können wir unsere marktführende Plattform ImmoScout24 noch fokussierter ausbauen." Scout24 hatte die Gespräche mit Hellman & Friedman am Montag bestätigt.

Bereits seit 2013 waren Hellman & Friedman an Scout24 beteiligt gewesen. 2015 ging der Finanzinvestor mit dem Unternehmen an die Börse und verkaufte 2016 alle seine Anteile. Im Februar 2019 hatte er die Gesellschaft wieder zurückkaufen wollen. Sein zusammen mit Blackstone vorgelegtes Übernahmeangebot von rund 5,7 Milliarden Euro für das gesamte Unternehmen scheiterte jedoch an der fehlenden Bereitschaft der Aktionäre.

ptz/dpa