Angeschlagener Elektronikkonzern Sharp bietet Foxconn größeren Anteil

Der japanische Elektronikkonzern Sharp kämpft ums wirtschaftliche Überleben und setzt alles daran, Foxconn als Partner zu gewinnen. Dessen Aktionäre sind aber skeptisch, deshalb könnte Sharp dem taiwanischen Hersteller sogar bessere Konditionen einräumen.

Sharp-TV in Tokio: Investor dringend gesucht
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Sharp-TV in Tokio: Investor dringend gesucht


Tokio - Der angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp ist zu Zugeständnissen bereit, um den lebenswichtigen Einstieg des Auftragsfertigers Foxconn zu retten. Sharp würde Foxconn nun auch einen Anteil von mehr als zehn Prozent verkaufen, sagte ein ranghoher Manager dem "Wall Street Journal". Ursprünglich sollte die Beteiligung unter zehn Prozent bleiben, weil Aktionäre ab dieser Schwelle in Japan mehr Rechte bekommen. Sie können unter anderem vor Gericht die Auflösung eines Unternehmens fordern.

Angesichts des drastischen Kurseinbruchs der Sharp-Aktie sei auch dem Konzern inzwischen klar, dass ein Foxconn-Einstieg zu den ursprünglich vereinbarten Konditionen unmöglich geworden sei, sagte der Manager. Nach der Vereinbarung von März wollte Foxconn knapp zehn Prozent an Sharp kaufen, zum Preis von 550 Yen pro Aktie. Das sollte Sharp gut 66 Milliarden Yen (derzeit 623 Millionen Euro) in die Kassen spülen. Das Papier notiert aber längst bei nur noch rund 170 Yen.

Sharp steht derzeit angesichts hoher Verluste massiv unter Druck. Der Flachbild-TV-Pionier musste eingestehen, dass die Finanzlage Zweifel am Fortbestand des Unternehmens aufwerfe. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr kündigte Sharp den zweiten Rekordverlust in Folge an. Das Minus dürfte 450 Milliarden Yen (fast 4,5 Milliarden Euro) erreichen. Schon im Jahr zuvor hatte Sharp gut 376 Milliarden Yen verloren.

Die desolate Finanzlage sei auch ein Hindernis für den Deal, sagte der Sharp-Manager. Foxconn könne dadurch die Investition seinen Aktionären nur schwer schmackhaft machen. Laut einem japanischen Medienbericht redet Sharp inzwischen auch mit den Chip-Konzernen Intel und Qualcomm über einen Einstieg.

nck/dpa

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PublicTender 23.11.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSDer japanische Elektronikkonzern Sharp kämpft ums wirtschaftliche Überleben und setzt alles daran, Foxconn als Partner zu gewinnen. Dessen Aktionäre sind aber skeptisch, deshalb könnte Sharp dem taiwanischen Hersteller sogar bessere Konditionen einräumen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sharp-bietet-foxconn-groesseren-anteil-a-868902.html
Ein Schnäppchen wenn man auf Patentverwertung steht.
glgg 23.11.2012
2. Hon Hai
Hon Hai verhandelte mit Sharp, nicht Foxconn.
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