Umstrittenes Fracking Shell verkauft Schiefergasvorkommen in Texas

Der Ölkonzern Shell will seine CO₂-Emissionen verringern. Nun kündigte er den Verkauf von Schiefergasvorkommen in Texas an den Konkurrenten ConocoPhillips an – für fast zehn Milliarden Dollar.
Ölpumpe im Permian Basin (Archivbild)

Ölpumpe im Permian Basin (Archivbild)

Foto: Spencer Platt/ Getty Images

Der Ölkonzern Shell hat für 9,5 Milliarden US-Dollar in bar ein Schiefergasvorkommen im US-Bundesstaat Texas verkauft und will einen Großteil der Einnahmen für Aktienrückkäufe verwenden. Das Gebiet befindet sich im Permian Basin im Westen Texas.

Schiefergas wird über die umstrittene Fördermethode des Fracking gefördert, dabei entstehen hohe CO₂-Emissionen. Shell steht wie viele Ölkonzerne unter dem Druck von Investoren, die einen Ausstieg aus klimaschädlichen Energieträgern fordern.

Käufer der Vorkommen ist die US-Ölfirma ConocoPhillips, wie Shell in Den Haag mitteilte. Sieben Milliarden US-Dollar sollen für Aktienrückkäufe verwendet werden, der Rest soll die eigene Bilanz stärken. Der Rückkauf der eigenen Anteile laufe zusätzlich zu den bereits laufenden Programmen, mit denen Kapital an die Aktionäre fließen soll.

Mit der Ölpreis-Erholung versuchen Ölkonzerne ihre Investoren zu umgarnen, indem vorher gekürzte Dividenden wieder erhöht werden und viel Geld in Aktienrückkäufe gesteckt wird. Shell hatte erst im Juli höhere Ausschüttungen an die Aktionäre angekündigt.

Der Verkauf des Schiefergasvorkommens steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Behörden und soll im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

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