Seit 2008 Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg verlässt Facebook-Konzern Meta

Jahrelang arbeitete sie eng an der Seite von Mark Zuckerberg. Nun verlässt Sheryl Sandberg das Unternehmen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte über ein abgekühltes Verhältnis zum Facebook-Chef.
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Die rechte Hand von Mark Zuckerberg zieht sich zurück: Topmanagerin Sheryl Sandberg verlässt den Facebook-Konzern. Sie werde das Unternehmen im Herbst verlassen, aber weiterhin im Vorstand von Meta sein, schrieb Sandberg auf Facebook . Sie wisse nicht, was die Zukunft für sie bereithalte. Jedoch plane sie, sich künftig mehr um ihre Wohltätigkeitsaktivitäten zu kümmern, so die 52-Jährige. Die Jahre »an der Seite von Mark« Zuckerberg, dem Chef und Gründer des Unternehmens, seien eine große Ehre gewesen.

Infolge der Nachricht vom Abgang fielen die Meta-Aktien um rund vier Prozent.

Sandberg sammelte erste Erfahrungen bei Google und kam 2008 zu Facebook. Als Verantwortliche für das operative Geschäft spielte sie eine federführende Rolle dabei, dass das Onlinenetzwerk von einem relativ kleinen Player im Onlinegeschäft zu einem Milliardenkonzern wurde. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Spekulationen über ein abgekühltes Verhältnis zwischen dem 38-jährigen Zuckerberg und Sandberg – was stets zurückgewiesen wurde. Im Verwaltungsrat von Meta, dem Aufsichtsgremium des Konzerns, soll Sandberg weiter bleiben.

»Das ist das Ende einer Ära«, erklärte Milliardär Zuckerberg zur Nachricht von ihrem Rücktritt. Er erinnerte daran, dass er als 23-Jähriger im Jahr 2008 Sandberg angeheuert habe. Damals habe er selbst nichts von Unternehmensführung verstanden.

Das US-Unternehmen war in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Dabei ging es immer wieder um Verstöße gegen den Datenschutz sowie um mangelnde Konsequenz beim Vorgehen etwa gegen Hasskommentare oder bei Gewaltandrohungen.

tfb/dpa/Reuters/AFP
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