Jobstreichungen in Deutschland Siemens baut 500 Stellen weniger ab als geplant

Siemens streicht weniger Stellen als bisher angekündigt: 3400 Arbeitsplätze wollte der Konzern in Deutschland streichen - nun sinkt die Zahl auf 2900.
Siemens-Mitarbeiter an einer Turbine

Siemens-Mitarbeiter an einer Turbine

Foto: Tobias Schwarz/ REUTERS

Der Stellenabbau in der kriselnden Kraftwerkssparte von Siemens fällt etwas geringer aus als ursprünglich geplant. 500 der hierzulande vom Abbau bedrohten Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, teilte der Konzern mit. Darauf habe sich Siemens nach monatelangen Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite geeinigt. Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle Siemens-Chef Joe Kaeser verzichten, hieß es von Seiten der Gewerkschaft IG Metall.

Ursprünglich wollte Siemens weltweit 6900 Stellen abbauen, 3400 davon in Deutschland. Nun sollen es hierzulande noch 2900 Arbeitsplätze sein. "Der niedriger ausfallende Stellenabbau liegt vor allem an der Weiterführung des Standortes in Görlitz und dem Erhalt einer Fertigung im Berliner Dynamowerk", hieß es.

Die Einigung war Gewerkschaftsangaben zufolge bereits am vergangenen Mittwoch zustande gekommen. Siemens will mit Einsparungen von weltweit 500 Millionen Euro die Kraftwerksparte wieder auf Vordermann bringen.

Hoffnung auf Auftrag im Irak

Derweil hofft das Unternehmen auf einen Milliardenauftrag aus dem Irak für den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur: In vier Jahren sollen dem Technologiekonzern zufolge elf Gigawatt Stromerzeugungskapazität zusätzlich geschaffen werden.

Ziel sei es auch, Tausende von Arbeitsplätzen im Land zu schaffen, den Kampf gegen Korruption sowie die Ausbildung von Irakern zu unterstützen. Im Februar sei dem irakischen Regierungschef Haider al-Abadi ein Plan zum Wiederaufbau vorgelegt worden. Es habe ein "positives Feedback von der Regierung für die Entwicklung der Energieinfrastruktur" gegeben.

Entschieden ist in dem Wettbewerb mit anderen Bietern dem Vernehmen nach noch nichts. Zuvor hatte das "Handelsblatt"  darüber berichtet

cop/dpa-AFX
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