Bekämpfung von Populismus Siemens-Chef Kaeser fordert Grundversorgung für das Alter

Siemens-Chef Joe Kaeser

Siemens-Chef Joe Kaeser

Foto: STEFANIE LOOS/ REUTERS

Siemens-Chef Joe Kaeser, 60, sieht bei der Bekämpfung des Populismus die Eliten gefordert: "Ich glaube, wir machen es uns zu leicht, wenn wir die AfD-Wähler als Menschen am Rande der Gesellschaft abtun", sagt Kaeser in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. Die sogenannte vierte industrielle Revolution werde zunächst einen herausfordernden Strukturwandel bedeuten. Dieser Transformationsprozess müsse erklärt, begleitet und gestaltet werden, sonst drohten gesellschaftliche Spannungen und eine Spaltung der Gesellschaft.

Kaeser plädiert deshalb für eine "Grundversorgung für das Alter", damit Menschen, die trotz bester Bemühungen nicht mithalten könnten, "nicht da hinunterfallen, wo ich heute das Wählerpotential für nationalistische und populistische Parteien sehe: einem Sammelbecken der Alleingelassenen, der Enttäuschten und der 'Wutbürger'".

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