"Gigafactory" für Europa Siemens investiert in schwedische Batteriefertigung

Durch den steigenden Absatz von E-Autos erhöht sich auch der Bedarf an Batterien. Tesla plant deshalb eine riesige Herstellung in Nevada. Nun soll auch ein Werk in Europa entstehen - und Siemens investiert Millionen.
Baustelle der «Gigafactory» genannten Batteriefabrik von Tesla in Nevada

Baustelle der «Gigafactory» genannten Batteriefabrik von Tesla in Nevada

Foto: Tesla/ dpa

Siemens beteiligt sich als Technologiepartner des schwedischen Batteriespezialisten Northvolt beim Aufbau einer Batteriefabrik in Europa. Der Münchner Technologiekonzern investiere zehn Millionen Euro und unterstütze Northvolt beim Bau einer Fertigung für Batteriezellen, sagte Siemens-Manager Jan Mrosik. Wenn die Fabrik im Jahr 2020 in Betrieb gehe, werde Siemens   Northvolt zu einem seiner bevorzugten Batterielieferanten machen.

Northvolt will in Schweden die europaweit größte und modernste Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien bauen und damit die Autoindustrie beliefern. Das Unternehmen hatte im September bereits eine Liefer- und Technologiepartnerschaft mit dem Elektrokonzern ABB   geschlossen.

Europa sei neben China der wichtigste Treiber beim Übergang zur E-Mobilität, sagte Northvolt-Chef Peter Carlsson. In den nächsten Jahren werde es ein Unterangebot an Batterien geben.

Mit einer Batteriekapazität von 32 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr reicht das Northvolt-Projekt an die geplante "Gigafactory" des US-Elektroautobauers Tesla heran (Mehr über die Rolle der Batterieproduktion für die Energiewende lesen Sie hier).

Im Video: Standortschließung - Görlitz im Siemens-Schock

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ans/dpa/Reuters
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