Nach Abgang von Janina Kugel Judith Wiese wird neue Personalchefin bei Siemens

Sie folgt auf Starmanagerin Janina Kugel und bringt unter anderem Erfahrungen aus dem Lebensmittelsektor mit: Judith Wiese fängt als Arbeitsdirektorin bei Siemens an.
Judith Wiese wird Nachfolgerin von Janina Kugel

Judith Wiese wird Nachfolgerin von Janina Kugel

Foto: Anko Stoffels/ Siemens

Siemens hat eine Nachfolgerin für den Posten der Personalchefin gefunden: Judith Wiese übernimmt zum 1. Oktober die Aufgabe als Arbeitsdirektorin und Vorstandsmitglied, wie der Konzern mitteilte. Darüber hinaus werde die 49-Jährige den Bereich "Global Business Services" führen.

Wiese kommt vom niederländischen Chemiekonzern DSM, davor war sie für den US-Nahrungsmittelkonzern Mars tätig. "Unter der Leitung von Frau Wiese wird Siemens die neuen Formen der Zusammenarbeit für das digitale Zeitalter konsequent weiterentwickeln und ausbauen", sagte Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe.

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Die IG Metall hofft auf eine gute Zusammenarbeit. Man erwarte von Wiese, "dass sie den eingeschlagenen Kurs ihrer Vorgängerin im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit fortsetzt, die Mitbestimmung respektiert und auf Beteiligung achtet", sagte Jürgen Kerner, der für die Gewerkschaft im Aufsichtsrat sitzt. Die Herausforderungen einer Neuausrichtung von Siemens könnten "nur gemeinsam mit den Beschäftigten zukunftsweisend gestalten werden".

Wiese folgt auf Janina Kugel, die vor gut einem halben Jahr aus dem Unternehmen ausgeschieden war. Die 50 Jahre alte Volkswirtin ist eine der prominentesten deutschen Managerinnen - und war in ihrer Zeit bei Siemens öffentlich fast ebenso präsent wie Vorstandschef Joe Kaeser. Hintergrund ihres Abgangs sollen Differenzen mit Kaeser gewesen sein. Inzwischen arbeitet sie bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG).

Siemens hatte nach einem schwierigen zweiten Geschäftsquartal mit einem deutlichen Gewinneinbruch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 einkassiert. Statt einer moderaten Steigerung geht das Unternehmen wegen der Corona-Pandemie nun von einem leichten Umsatzrückgang aus.

kko/dpa
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