Umbau des Vorstands Siemens-Personalchefin Ederer muss gehen

Der nächste Top-Posten bei Siemens wird geräumt: Vorstandsmitglied Brigitte Ederer verlässt Medienberichten zufolge den Konzern. Auch ein Nachfolger für Josef Ackermann wird noch gesucht - es soll ein "Fachmann aus dem Ausland" werden.

Siemens-Personalchefin Ederer: IG-Metall soll auf Rückzug gedrängt haben (Bild von 2010)
REUTERS

Siemens-Personalchefin Ederer: IG-Metall soll auf Rückzug gedrängt haben (Bild von 2010)


München - Eigentlich läuft ihr Vertrag bei Siemens Chart zeigen noch bis 2015 - doch Personalchefin Brigitte Ederer muss den Konzern schon vorzeitig verlassen. Der Beschluss solle bereits auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch in Berlin gefasst werden, berichten die Online-Ausgabe der österreichischen "Kronen Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung". Der Münchner Dax-Konzern wollte sich zu den Meldungen nicht äußern.

Den Berichten zufolge soll sie bereits Ende September das Unternehmen verlassen. Die Position des Arbeitsdirektors solle Ederers Vorstandskollege Klaus Helmrich übernehmen, hieß es in der "SZ". Personalchefin Ederer und die zum Jahresende scheidende Barbara Kux sind die beiden einzigen Frauen im zehnköpfigen Vorstand des Elektrokonzerns.

Krone.at zufolge soll die IG Metall auf einen Rückzug der Österreicherin und Sozialdemokratin gedrängt haben. Allerdings hatte auch Siemens-Chefkontrolleur Gerhard Cromme vor einiger Zeit in einem Interview über Pläne zur Verkleinerung des Vorstands gesprochen. Nach dem Abschied von Peter Löscher als Konzernchef Ende Juli und dem jüngsten Rückzug von Josef Ackermann im Aufsichtsrat ist es der dritte Rückzug aus der obersten Etage des Unternehmens binnen weniger Monate.

Auf Ackermann soll nun Berichten zufolge ein "Fachmann aus dem Ausland" folgen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Konzernkreise. Auch das solle bei der anstehenden Gremiumssitzung beschlossen werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte Ackermann die Konsequenzen aus dem Machtkampf mit Cromme gezogen und seinen Rückzug aus dem Kontrollgremium von Siemens angekündigt. Als Grund für sein Ausscheiden hatte der frühere Chef der Deutschen Bank "unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet" angeführt.

Das Kontrollgremium berät zudem über die Benennung eines neuen Finanzvorstands. Der Posten war vakant geworden, nachdem Joe Kaeser als Nachfolger von Löscher zum Konzernchef aufgerückt war.

vks/Reuters/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
specchio2 17.09.2013
1. Das wird teuer !
Noch bis 2015 Vertrag ...
alexander001 17.09.2013
2. Aus dem Ausland
Natürlich, als gäbe es in Deutschland keine fähigen Köpfe. Garantiert wieder die Vorbereitung einer Übernahme! Vielleicht wieder eine Schachfigur von Goldman-Sachs? Elendes Spiel, ausgetragen auf Kosten von Arbeitnehmern und Steuerzahlern!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.