Möglicher Wechsel zum VDA Sigmar Gabriel dementiert "formelle Gespräche"

Wechselt er aus der Politik direkt in die Wirtschaft? Sigmar Gabriel wird angeblich vom Automobilverband VDA umworben. Doch der ehemalige Wirtschaftsminister will kein offizielles Angebot erhalten haben.

Sigmar Gabriel: "Ich staune ein bisschen"
Wolfgang Kumm/dpa

Sigmar Gabriel: "Ich staune ein bisschen"


Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel gilt als Favorit für das Präsidentenamt des Automobilverbandes VDA. Die Nachricht sorgte ob des möglichen Wechsels von der Politik in die Wirtschaft für Kritik. Gabriel hingegen zeigt sich verwundert über die Debatte.

"Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden", sagte Gabriel in einem Interview mit der "Zeit": "Ich staune ein bisschen, bin aber auch weit genug weg in den USA und sehe mir das mit großer Gelassenheit an." Ein offizielles Angebot gab es demnach nicht: "Ich kann dementieren, dass es mit mir irgendwelche formellen Gespräche darüber gegeben hat", so Gabriel.

Das manager magazin hatte Anfang Oktober über den möglichen neuen Job des ehemaligen Vizekanzlers berichtet, nach Informationen der "Bild am Sonntag" gab es zuletzt nähere Hinweise zum zeitlichen Ablauf. In dieser Woche wolle das VDA-Präsidium Details mit Gabriel klären.

Der ehemalige Wirtschaftsminister soll Wunschkandidat der Autokonzerne und der Zulieferer sein. Gabriel war früher auch Außen- sowie Umweltminister. Neben dem 60-Jährigen soll die frühere CDU-Politikerin Hildegard Müller im Rennen sein, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet hatte.

Der Posten des Spitzenlobbyisten der Autoindustrie muss neu besetzt werden, nachdem Bernhard Mattes im September seinen Rückzug zum Jahresende 2019 angekündigt hatte. Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Der VDA ist einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Autobranche mit mehr als 800.000 direkt Beschäftigten eine Schlüsselindustrie.

ptz/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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ali_yildirim 28.10.2019
1. das Eisen Schmieden solange es heiss ist
Was nützt es oder wen nützt es irgendwas, wenn der Sigmar Gabriel dann wechselt wenn dieser alt und vergreist ist und die Kontakte sich nur noch auf Pflegepersonal für Senioren beschränkt. Alles gut gemacht Herr Gabriel, das Leben geht weiter, oder wie es der Türke zu sagen pflegt:"...die Hunde bellen und die Karavane zieht weiter".
Top-Experte 28.10.2019
2. Was noch?
Dass angeblich linke Parteien reine Lobbyparteien für die Industrie und PRO ERSTER ANGRIFFSKRIEG SEIT WK2, mit Grünen ab 98 gegen Serbien, zeigten Rot-Grün (unter Schröder [SPD] und Fischer [GRÜNEN!!!] und Lügen Labour (Kriegsverbrecher Tony Blair) damals ja, zum Glück sind die Bürger klug genug und diesd zwei kriminellen Parteien werden schwächer und schwächer, bis bald in die Bedeutungslosigkeit..
nn280 29.10.2019
3. Aber Herr Gabriel
braucht einen neuen gut dotierten Posten! Wovon soll er denn sonst leben! Und den Automobilverband könnte er führen, kennt er doch in Niedersachsen das VW-Werk gut.
fatrick 29.10.2019
4.
Wen wuerde es wundern ? SPD ......steht dort wo ich augewachsen bin ca 100 km von Hannover entfernt fuer die schleimigste Vetternwirtschaft und Heuchelei weit und breit.......auf Augenhoehe mit den Jungs von der CDU / wird Zeit dasss sich das aendert....ich gebe Deutschland max 8 Jahre und die Zeiten der 2 sind abgezaehlt .
JerryKraut 29.10.2019
5. Also sind es
informelle Gespräche?
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