Skandalfirma K1 Hedgefonds-Manager bringt sich bei Festnahme selbst um

Die Chefs des Hedgefonds K1 sollen Anleger und Großbanken um Millionen geprellt haben, der Gründer sitzt bereits in Untersuchungshaft. Jetzt wollte die Staatsanwaltschaft auch den Geschäftsführer festnehmen - dazu kam es nicht.


Frankfurt am Main - Ein Komplize des mutmaßlichen Hedgefonds-Betrügers Helmut Kiener hat sich erschossen. Dieter F., der Kieners Anlagegesellschaften K1 Global Limited und K1 Invest Limited geleitet hatte, habe sich bei seiner Festnahme das Leben genommen, teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg am Montag mit.

Die Behörde geht dem Verdacht nach, dass die Verantwortlichen bei K1 Banken und Anleger mit Hilfe eines Schneeballsystems um dreistellige Millionenbeträge betrogen haben. Zu den Geschädigten zählen auch Großbanken wie Barclays und BNP Paribas. K1-Gründer Kiener, ein Psychologe aus dem nordbayerischen Aschaffenburg, sitzt bereits seit Oktober 2009 in Untersuchungshaft.

Auch der 72-jährige F. hatte laut Staatsanwaltschaft bereits rund drei Wochen in Spanien in Haft gesessen, nachdem die deutschen Behörden seine Auslieferung beantragt hatten. Zwischenzeitlich war er gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, am Samstag sollte F. schließlich an die deutschen Behörden ausgeliefert werden. "Mit seinem Suizid kam dieser der Festnahme zuvor", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

yes/dpa



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Seite 1
frubi 05.07.2010
1. .
Zitat von sysopDie Chefs des Hedgefonds K1 sollen Anleger und Großbanken um Millionen geprellt haben, der Gründer sitzt bereits in Untersuchungshaft. Jetzt wollte die Staatsahnanwaltschaft auch den Geschäftsführer festnehmen - doch der kam den Behörden zuvor. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,704675,00.html
Wurd auch Zeit. Ein Prozess hätte nur wieder mal zu lange gedauert, zu viel gekostet und vieleicht nichts gebracht.
rkinfo 05.07.2010
2. Extrem Hedgefond-Branche
Zitat von sysopDie Chefs des Hedgefonds K1 sollen Anleger und Großbanken um Millionen geprellt haben, der Gründer sitzt bereits in Untersuchungshaft. Jetzt wollte die Staatsahnanwaltschaft auch den Geschäftsführer festnehmen - doch der kam den Behörden zuvor. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,704675,00.html
Das wird schon extrem ... Selbstmord wg. Wirtschaftsvergehen. Früher war Finanzbetrug von Begin an dem Täter als Verbrechen bewußt. Wurde er verhaftet so 'hatte er eben Pech gehabt'. Die Hedgefond Gangster hingegen waren jahrzehntelang sich keiner Schuld bewußt. Bis sie immer abenteuerlicher spekulierten und so zu gewissenlosen Tätern mutierten. Und während früher eben Wohlhabende die Opfer waren sind es seit der Weltfinanzkrise wie alle - und es ist noch nicht überstanden. Jeder Hedgefond-Gangster ist also eine elementare Bedrohung für jeden von uns geworden. Letztlich ist auch die Eurorettung eine Notwendigkeit eines massiven Angriffs der Hedgefonds und befreundeter Mafiosi auf unsere Währung. Und wenn dabei auch noch Kundengelder unterschlagen werden wirds noch brutaler. Wer da als Manager irgendwann erkennt was er für Verbrecher war kann natürlich auch so extrem darauf reagieren.
tweety81 05.07.2010
3. Titel
Naja was solls..wieder ein Verbrecher weniger.... Und wir sparen Prozesskosten und Haftkosten...Meiner Meinung nach kein großer Verlust
cirkular 05.07.2010
4. Kurzer Prozess
Jetzt haben die anderen Beteiligten wenigstens die Möglichkeit die gesamte Verantwortung auf den Toten zu schieben und mit einem blauen Auge davon zu kommen.
zalog 05.07.2010
5. Rundumschlag
Zitat von rkinfoDas wird schon extrem ... Selbstmord wg. Wirtschaftsvergehen. Früher war Finanzbetrug von Begin an dem Täter als Verbrechen bewußt. Wurde er verhaftet so 'hatte er eben Pech gehabt'. Die Hedgefond Gangster hingegen waren jahrzehntelang sich keiner Schuld bewußt. Bis sie immer abenteuerlicher spekulierten und so zu gewissenlosen Tätern mutierten. Und während früher eben Wohlhabende die Opfer waren sind es seit der Weltfinanzkrise wie alle - und es ist noch nicht überstanden. Jeder Hedgefond-Gangster ist also eine elementare Bedrohung für jeden von uns geworden. Letztlich ist auch die Eurorettung eine Notwendigkeit eines massiven Angriffs der Hedgefonds und befreundeter Mafiosi auf unsere Währung. Und wenn dabei auch noch Kundengelder unterschlagen werden wirds noch brutaler. Wer da als Manager irgendwann erkennt was er für Verbrecher war kann natürlich auch so extrem darauf reagieren.
Diese "Hedgefond-Gangster" (was immer das auch sein mag) waren eher eine Bedrohung für die Dummen. Kiener war schlicht ein Anlagebetrüger, vor dem schon seit Jahren gewarnt wurde. Ihre üblichen Tiraden gegen Hedgefonds passen hier nicht.
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