Verbesserte Geschäftszahlen Sky gewinnt überraschend viele Kunden

Schafft Sky Deutschland die Wende? Seit Jahren versucht der Fernsehsender, aus der Verlustzone zu kommen. Nun scheint er zumindest auf dem richtigen Weg: Im ersten Quartal stiegen Umsatz und Kundenzahlen. Einen Gewinn macht das Unternehmen aber immer noch nicht.

Bundesliga-Übertragung: Das wichtigste Geschäft für Sky Deutschland
DPA

Bundesliga-Übertragung: Das wichtigste Geschäft für Sky Deutschland


München - Der Bezahlsender Sky Deutschland hat zum Jahresstart kräftig Kunden gewonnen. Die Zahl der Abonnenten sei um 42.100 auf etwas mehr als 3,4 Millionen gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 364 Millionen Euro zu.

Damit ist der chronisch defizitäre Pay-TV-Sender auf dem Weg, sein selbstgestecktes Ziel zu erreichen. 2013 soll das Unternehmen aus dem Reich von Medienunternehmer Rupert Murdoch zumindest operativ Geld verdienen. Im ersten Quartal gelang das schon mal. Vor Steuern, Zinszahlungen und Abschreibungen standen 5,8 Millionen Euro zu Buche - ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 40,6 Millionen Euro Verlust gemacht.

Netto gab es erneut ein Minus. Mit 37,6 Millionen Euro fiel es allerdings deutlich geringer aus als im ersten Quartal 2012 (73 Millionen Euro). "Wir haben weiter daran gearbeitet, unser Unternehmen für langfristiges Wachstum zu positionieren", ließ Firmenchef Brian Sullivan mitteilen.

stk/Reuters/dpa-AFX

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donadoni 03.05.2013
1. Offenbar ist jetzt..
Zitat von sysopDPASchafft Sky Deutschland die Wende? Seit Jahren versucht der Fernsehsender aus der Verlustzone zu kommen. Nun scheint er zumindest auf dem richtigen Weg: Im ersten Quartal stiegen Umsatz und Kundenzahlen. Einen Gewinn macht das Unternehmen aber immer noch nicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sky-deutschland-gewinnt-ueberraschend-viele-kunden-a-897846.html
...das Sky-Abonnement in den Hartz IV-Sätzen inbegriffen. Nur so ist der sprunghafte Anstieg Zahlen zu erklären. Mit Sky (überwiegend wohl Fußball) kann der Mob so herrlich ruhig gestellt werden. Das ist auch im Sinne der Politik. Es ist gut angelegtes Steuergeld.
Peter Werner 03.05.2013
2.
Ich bin ein großer Filmliebhaber, das Filmpaket von Sky wäre für mich wie gemacht. Warum ich dieses trotzdem nicht abonniere? Wegen der irrwitzigen deutschen Jugendschutz/Zensurgesetzgebung. Solange ich trotz Eingabe eines Jugendschutz-PIN nicht den vollständigen Film bzw. die vollständige Serienfolge zu sehen bekomme, verzichte ich dankend. Die Liste der speziell für den deutschen Markt angefertigten Zensurfassungen ist schier endlos. Nein danke, ohne mich.
dani216 03.05.2013
3. Ich schätze mal seit 10 Jahren
Zitat von sysopDPASchafft Sky Deutschland die Wende? Seit Jahren versucht der Fernsehsender aus der Verlustzone zu kommen. Nun scheint er zumindest auf dem richtigen Weg: Im ersten Quartal stiegen Umsatz und Kundenzahlen. Einen Gewinn macht das Unternehmen aber immer noch nicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sky-deutschland-gewinnt-ueberraschend-viele-kunden-a-897846.html
heißt es, dass Sky ab einer Abonnentenzahl von 3 Mio. wirtschaftlich arbeiten kann. Jetzt sind es schon länger über 3 Mio. Abonnenten, aktuell 3,4 Mio. Und die Gewinnzone ist immer noch nicht erreicht.
brehn 03.05.2013
4. Absolut kein Wunder
Was wundern sich die Herrschaften eigentlich? Jüngste Erfahrung: Wenn man als Nicht-Vertragskunde Großereignisse wie die Champions-League sehen möchte, gibts da keine Möglichkeit das pauschal zum Beispiel als Stream online zu erhalten. Da sind andere Anbieter in anderen Ländern in Sachen "Pay per View" Jahrzente voraus...
ABP 03.05.2013
5. Unbegreiflich
Ich habe mir bei einem Freund das Bayern-Spiel über Sky angeschaut. Nach dem Spiel kam eine endlose Werbepause, während im ZDF bereits eine Menge Interviews mit Spielern und Experten liefen. Daher wurde prompt auf ZDF umgeschaltet. Für diese Menge an Werbung auch noch (viel) Geld bezahlen? Ganz schön bescheuert. Und doofe Filme laufen auch im Free-TV. Das Bezahlfernseen scheint in Deutschland ein Verlustgeschäft zu bleiben. Und das ist gut so.
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