Probleme in der Handysparte Sony erwartet Milliardenverlust

Schock für Fans und Aktionäre des Elektronikriesen Sony: Der Konzern rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust. Grund ist vor allem das schlechte Geschäft mit Smartphones.

Sony-Smartphone: Konzentration auf Premium-Modelle
DPA

Sony-Smartphone: Konzentration auf Premium-Modelle


Tokio - Der japanische Elektronikriese Sony hat eine drastische Gewinnwarnung ausgegeben. Der Nettoverlust im laufenden Geschäftsjahr werde sich von 50 Milliarden Yen auf 230 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) erhöhen, teilte Sony am Mittwoch mit. Grund sei eine Abschreibung in der Mobilfunksparte in Höhe von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Im Konkurrenzkampf mit Apple Chart zeigen und Samsung Chart zeigen rechnet Sony Chart zeigen nun mit deutlich weniger verkauften Smartphones.

Der "Mittelfristplan" sei geändert worden, um den "bedeutenden Veränderungen und dem wettbewerbsintensiven Umfeld im Mobilfunk Rechnung zu tragen", teilte Sony mit.

Das Unternehmen setzt bei Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das den Markt mit über 80 Prozent dominiert. Allerdings gibt es viele Hersteller von Android-Geräten - und den Großteil des Gewinns sahnt Samsung ab. Sony will sich jetzt stärker auf teurere Premium-Smartphones fokussieren. Das Angebot im mittleren Preissegment solle ausgedünnt werden.

Sony hatte bereits im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettoverlust von umgerechnet rund 917 Millionen Euro verzeichnet und einen voraussichtlichen Verlust von 360 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr angekündigt, das im März zu Ende geht.

Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in schwieriger Lage. Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit des Unternehmens aktuell auf Ramsch-Niveau ein.

Konzernpräsident Kazuo Hirai hat einen umfassenden Konzernumbau eingeleitet, der unter anderem die Streichung von 5000 Arbeitsplätzen vorsieht. Die PC-Sparte mit der Marke Vaio wird an einen japanischen Fonds verkauft. Die problematische Fernsehsparte, die kaum Gewinn einbringt und unter starker Konkurrenz leidet, will der Firmenpräsident aber erhalten. Gut läuft der Verkauf der Spielekonsole Playstation 4.

stk/AFP/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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inovatech 17.09.2014
1. Hausgemacht
Erst die Gängelung mit Playstation DRM, Spiele die sich wieder löschen wenn das Abo gekündigt wird etc. und dann der Supergau das die Z-Serie ("Wasserdicht") schon Probleme mit einem Regentropfen hat. Gemischt mit einem schlechten Kundensupport. Da muß sich Sony nicht wundern - Kunden kann man nicht mehr jeden Mist andrehen.
ladidel 17.09.2014
2. @inovatech
Sony-Hasser müssen natürlich mit exakt diesem FALSCHEN Argument kommen. Mein Z1 ist und bleibt seit Erwerb wasserdicht. Natürlich sind diese Handys keine Alternative für Hochleistungs-Unterwasserkameras und geeignet für Aufnahmen im Marianengraben sind diese Geräte auch nicht. Dennoch sind sie nach vorgegebener Spezifikation wasserdicht. Das ist ein Fun-Faktor, den mein Sohn beispielsweise im Schwimmbad nutzt und kein Desaster, wie Sie es falsch darstellen. Ihre Angabe, allein ein Regentropfen würde das Handy zerstören, ist infam, falsch und einfach nur dumm. Klar macht Sony Fehler. Welches Unternehmen denn nicht? Und gegen den Android-Primus Samsung ist eben schwer anzukämpfen. Dennoch: Insbesondere die Z-Reihe ist sehr robust, dient mir als mobiles Office ebenso wie als Spaß-Smartphone für Filme, Fotos, Musik und Internet.
mfgkw 17.09.2014
3. technisch vielleicht ok
aber seit SONY CDs mit eingebauten Trojanern unters Volk gebracht hat, sind die für mich gestorben. Wenn sie ihre Kunden gängeln wollen mit versteckter Überwachung und DRM, sollen sie daran ersticken - SO NIE!
kdshp 17.09.2014
4.
Bei Handysparte ist sony zu spät gekommen und in einem gesättigten markt richtig fette gewinne zu machen ist fast unmöglich. Wer zu spät kommt den bestraft der makt! Ich meine sony hätte was neues finden/entwickeln müssen.
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