Ende von South Stream BASF steigt bei Pipeline-Projekt aus

Nach dem Scheitern der South-Stream-Pipeline ziehen Projektpartner Konsequenzen. Der Chemiekonzern BASF stößt seine Anteile ab, auch andere Firmen steigen aus.
Baumaterial für South Stream in Serbien: Ein großes Projekt scheitert

Baumaterial für South Stream in Serbien: Ein großes Projekt scheitert

Foto: MARKO DJURICA/ REUTERS

Ludwigshafen - Anfang Dezember sorgte Russland für einen Paukenschlag: Die Regierung verkündete das Aus für den Bau der Pipeline South Stream. Nun ziehen sich Teilnehmer aus dem Projekt zurück. So ist der Chemiekonzern BASF ausgestiegen. Die BASF-Tochter Wintershall habe ihre 15-prozentige Beteiligung an der South Stream Transport B.V. an den russischen Partner OAO Gazprom veräußert, teilte BASF mit.

Damit sei das Unternehmen komplett bei South Stream ausgestiegen, sagte eine Firmensprecherin. Über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart, er entspreche aber gemäß der Gesellschaftervereinbarung dem von BASF   eingesetzten Kapital.

Das französische Energieunternehmen EDF teilte ebenfalls mit, es habe seine Anteile an Gazprom   verkauft. Auch der italienische Versorger Eni sei ausgestiegen, sagte die BASF-Sprecherin. Das berichtete auch die russische Agentur Interfax. Eni   äußerte sich zunächst nicht.

BASF, EDF und Eni waren an dem Teilunternehmen beteiligt, das für den Gastransport durchs Schwarze Meer zuständig sein sollte. An dem über Land laufenden Pipeline-Projekt sind neben Gazprom Unternehmen aus den Ländern beteiligt, durch die die Röhre laufen sollte. Unter diesen Firmen ist auch der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV  .

Mit dem Erdgas-Pipeline-Projekt sollte russisches Gas von Südrussland durch das Schwarze Meer bis nach Österreich transportiert werden. So sollte etwa ein Zehntel des europäischen Gasbedarfs gedeckt werden.

mmq/Reuters/dpa