Ende von South Stream BASF steigt bei Pipeline-Projekt aus

Nach dem Scheitern der South-Stream-Pipeline ziehen Projektpartner Konsequenzen. Der Chemiekonzern BASF stößt seine Anteile ab, auch andere Firmen steigen aus.

Baumaterial für South Stream in Serbien: Ein großes Projekt scheitert
REUTERS

Baumaterial für South Stream in Serbien: Ein großes Projekt scheitert


Ludwigshafen - Anfang Dezember sorgte Russland für einen Paukenschlag: Die Regierung verkündete das Aus für den Bau der Pipeline South Stream. Nun ziehen sich Teilnehmer aus dem Projekt zurück. So ist der Chemiekonzern BASF ausgestiegen. Die BASF-Tochter Wintershall habe ihre 15-prozentige Beteiligung an der South Stream Transport B.V. an den russischen Partner OAO Gazprom veräußert, teilte BASF mit.

Damit sei das Unternehmen komplett bei South Stream ausgestiegen, sagte eine Firmensprecherin. Über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart, er entspreche aber gemäß der Gesellschaftervereinbarung dem von BASF Chart zeigen eingesetzten Kapital.

Das französische Energieunternehmen EDF teilte ebenfalls mit, es habe seine Anteile an Gazprom Chart zeigen verkauft. Auch der italienische Versorger Eni sei ausgestiegen, sagte die BASF-Sprecherin. Das berichtete auch die russische Agentur Interfax. Eni Chart zeigen äußerte sich zunächst nicht.

BASF, EDF und Eni waren an dem Teilunternehmen beteiligt, das für den Gastransport durchs Schwarze Meer zuständig sein sollte. An dem über Land laufenden Pipeline-Projekt sind neben Gazprom Unternehmen aus den Ländern beteiligt, durch die die Röhre laufen sollte. Unter diesen Firmen ist auch der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV Chart zeigen.

Mit dem Erdgas-Pipeline-Projekt sollte russisches Gas von Südrussland durch das Schwarze Meer bis nach Österreich transportiert werden. So sollte etwa ein Zehntel des europäischen Gasbedarfs gedeckt werden.

mmq/Reuters/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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batmanmk 29.12.2014
1.
Auf den Wackelkandidat Bulgarien und seine Regierung war halt kein Verlass. Mal Hü mal Hott. 500 Mio jährlich hätte der Gastransit einem der ärmsten EU-Länder eingebracht. Jetzt darf die EU -dank US-Intervention- mit dem Menschenfreund Erdogan über die ihr zustehenden Liefermengen verhandeln.
silenced 29.12.2014
2.
Der große Verlierer? Bulgarien und die EU. Die Menge Transitgebühren an Bulgarien allein, das wäre sehr viel Geld gewesen für das Land und die EU. Nun muss die EU dafür aufkommen.
paulb. 29.12.2014
3. Kann nicht sein
Erst hat doch Junker gesagt, dass die EU nur ein wenig scherzten, dann hat Frau Merkel nach gelegt und die Russen als wirtsch. sehr vertragstreu bezeichnet und den Weiterbau gefordert. Und nun DAS - der mächtigste Frau der Welt wurden wohl ihre Grenzen gezeigt
HeisseLuft 29.12.2014
4.
Zitat von paulb.Erst hat doch Junker gesagt, dass die EU nur ein wenig scherzten, dann hat Frau Merkel nach gelegt und die Russen als wirtsch. sehr vertragstreu bezeichnet und den Weiterbau gefordert. Und nun DAS - der mächtigste Frau der Welt wurden wohl ihre Grenzen gezeigt
Den Weiterbau gefordert? Wenn isch das richtig sehe, hat sie ihn für möglich gehalten. Auf Basis der geschlossenen Verträge und des EU-Rechts.
aurichter 30.12.2014
5. Vor Jahren wurde herumgejammert
das Deutschland sich in Gas und Öl zu sehr in die Hände der Russen begibt, es müssen Alternativen geschaffen werden. Was war die Antwort - nein nein absoluter Unsinn, Russland ist ein über aus verlässlicher Partner. Fazit: hier hatten die Politfritzen ausnahmsweise Recht behalten. Russland war absolut verlässlich !! Dies war u.a. den USA ein Dorn, ach was ein Balken im Auge. So auf die Art und Weise werden " Verbündete" wieder gefügig gemacht und auf Linie getrimmt. Ein Embargo hier, ein paar unter Druck abgerunge Zusagen dort und schon hat man die Partner auch wieder dort wo man sie gerne sieht - in der Klemme, in diesem Fall bei der vermutlichen Versorgungslücke. Natürlich und dies wundert mich offen gestanden, werden dann zum Nutzen der heimischen chemiebombenförderung Fracking den klammen Partnern sehr günstige Alternativen angeboten, die in der Beschaffung nur unwesentlich über den fiktiven Förderkosten liegen. Erpressung auf kapitalistisch nennt man so etwas wohl. Die Deutschen ficken sich mal wieder selbst in's Knie und die Amis, ja die lachen sich wieder einmal eins in's Fäustchen über die dämlichen Krauts, die ja seit dem Marshalldingsbums eigentlich alles schlucken und hinterher rennen. Nach dem Irak Schröder Rüffel ist es m.E. noch schlimmer geworden mit der Unterwürfigkeit der deutschen Politiker. Hecheln den Amis hinterher wie ein reudiger Hund, der um Anerkennung bettelt. Die Konsequenzen aus diesem Versagen von Merkels Gnaden werden wir als Konsumenten in vielerlei Hinsicht in den Jahren nach dieser künstlichen Krise bitter und vor allem teuer erfahren. Dafür jetzt schon ein kotzendes Dankeschön an die Wall Street Fetischisten und die Politverbrecher jenseits des großen Teiches. Hoffentlich verdeckt ihr in vieler Hinsicht an eurem Frackingscheiss und eurer Gier nach Macht und Moneten.
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