Soziales Netzwerk LinkedIn will noch 2011 an die Börse

LinkedIn macht den Vorreiter: Die US-Firma will als erstes soziales Netzwerk in den USA an die Börse gehen. Zur Zahl der Aktien und der Preisspanne hält sich das Unternehmen aber noch bedeckt.

LinkedIn-Logo auf einem Computer: Keine Details zum Börsengang
AFP

LinkedIn-Logo auf einem Computer: Keine Details zum Börsengang


New York - Diese Ankündigung war nur noch eine Frage der Zeit: Die US-Firma LinkedIn will als erstes soziales Netzwerk in den USA an die Börse gehen. Der Schritt solle noch in diesem Jahr erfolgen, teilte das Unternehmen mit. Es veröffentlichte bereits seinen Börsenprospekt, mit dem es um Investoren wirbt. Dennoch fehlen wichtige Details: Über die Zahl der Aktien und die Preisspanne sei noch nicht entschieden, erklärte LinkedIn.

Das Online-Netzwerk wurde 2002 gegründet. Die Firma verdoppelte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ihren Nettoumsatz nahezu auf 161,4 Millionen Dollar und erwirtschaftete einen Gewinn von 1,85 Millionen Dollar. Über LinkedIn sind nach Angaben der Firma weltweit mehr als 85 Millionen Menschen miteinander verbunden. Anders als bei Facebook oder MySpace geht es dabei um berufliche und nicht private Kontakte. Größter Konkurrent von LinkedIn ist Xing aus Hamburg mit mehr als zehn Millionen Mitgliedern, gut vier Millionen davon im deutschsprachigen Raum.

Internetfirmen erleben derzeit einen Boom. Das soziale Netzwerk Facebook und das Schnäppchenportal Groupon sicherten sich bereits abseits der Börse jeweils Hunderte Millionen Dollar bei Investoren. Besonders der Deal zwischen Goldman Sachs und Facebook sorgte für Aufsehen: Die Investmentbank hat mit einem 1,5 Milliarden Dollar schweren Fonds vermögenden Anlegern die Möglichkeit gegeben, in das Netzwerk zu investieren. Das Unternehmen wird mit etwa 50 Milliarden Dollar bewertet. Doch es gab bereits Probleme beim Facebook-Deal: Die Bank musste einen peinlichen Rückzieher machen und US-Investoren ausschließen. Denn der Deal könnte möglicherweise gegen US-Regeln für private Aktienplatzierungen verstoßen.

Bei Facebook gilt ein Börsengang als sicher, Groupon denkt nach eigenen Angaben ebenfalls darüber nach. Die Wall Street wartet mit Spannung darauf, welche Internetfirmen sich aufs Börsenparkett trauen.

mmq/Reuters/dpa-AFX

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