Anlagevehikel Spacs N26-Investor und Flixbus-Chef bringen Firmenmantel an die Börse

Der Spacs-Boom in Deutschland hält an. Mit fast einer halben Milliarde Euro soll »European Growth« von N26-Investor Hedosophia einen Übernahmekandidaten suchen. Auch Flixbus-Chef Engert ist mit von der Partie.
Börse in Amsterdam: Hier soll der neue Spac gehandelt werden

Börse in Amsterdam: Hier soll der neue Spac gehandelt werden

Foto: PIROSCHKA VAN DE WOUW/ REUTERS

Der Londoner N26-Investor Hedosophia will zusammen mit mehreren deutschen Start-up-Größen eine leere Unternehmenshülle an die Amsterdamer Börse bringen. Hedosophia European Growth – so der Name des Börsenmantels – soll dann mit 460 Millionen Euro in der Kasse auf die Suche nach möglichst börsenreifen Technologiefirmen aus Europa gehen, wie die begleitende Investmentbank Goldman Sachs mitteilte.

Hedosophia-Gründer Ian Osborne fungiert als Chef der »Special Purpose Acquisition Company« (Spac), wie die Börsenmäntel offiziell heißen. Mit von der Partie sind auch Flixbus-Chef Jochen Engert und der frühere ProSieben-Finanzchef Jan Kemper, der kurz vor dem Wechsel von der Reiseplattform Omio zur Onlinebank N26 steht.

Spacs sind börsengelistete Firmen, die bei Anlegern Kapital einsammeln und versprechen, das Geld meist binnen zwei Jahren für die Übernahme eines Unternehmens auszugeben. Das Zielunternehmen schlüpft dann in die bis dato leere Spac-Hülle und kann sich den mühsamen Weg an die Börse sparen.

Hedosophia European Growth hat wie üblich zwei Jahre Zeit, ein Übernahmeziel zu finden. Die 46 Millionen Aktien sollen von Freitag an der Amsterdamer Börse gehandelt werden.

dab/Reuters
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