Spätere Auslieferung Boeing vertröstet ersten Dreamliner-Kunden erneut

Pleiten, Pech und Pannen: Boeing kann den ersten Dreamliner nicht wie geplant noch 2010 ausliefern. Der US-Konzern will den einstigen Hoffnungsflieger nun im Februar an die japanische Airline ANA übergeben - falls es bei dieser Verzögerung tatsächlich bleibt.
Boeing 787: Der Konzern setzt große Hoffnungen in den Dreamliner

Boeing 787: Der Konzern setzt große Hoffnungen in den Dreamliner

Foto: ROBERT SORBO/ REUTERS

Tokio - Der US-Luftfahrtkonzern Boeing muss die Auslieferung seines neuen Langstreckenflugzeugs 787 Dreamliner erneut verschieben. Die für die japanische Fluggesellschaft ANA bestimmte Maschine könne nicht wie geplant Ende dieses Jahres, sondern frühestens Mitte des ersten Quartals 2011 ausgeliefert werden, teilte Boeing am Freitag mit.

Anfang August hatte Boeing noch angepeilt, den ersten Dreamliner im vierten Quartal an die japanische All Nippon Airways zu übergeben. Dem ursprünglichen Zeitplan hinkt der Konzern rund zwei Jahre hinterher.

Grund für die erneute Verzögerung sei ein Problem mit einem Motor, der für die letzten Flugtests im Herbst benötigt werde; er sei nicht wie vereinbart verfügbar. Boeing arbeite gemeinsam mit dem Zulieferer Rolls Royce an dem Problem. Bereits vor Wochen hatte der Konzern angekündigt, dass sich die Auslieferung der ersten Dreamliner-Maschine erneut verzögern könne; nun erfolgte die Bestätigung. Die Korrektur des Zeitplans habe aber keine Auswirkungen auf die Finanzziele des Unternehmens.

Die Dreamliner besteht etwa zur Hälfte aus Leichtmaterialien wie Kohlefasern, die Maschine soll 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als Flugzeuge vergleichbarer Größe. Allerdings gab es bei der Entwicklung des Flugzeugs immer wieder technische Pannen. Die Fluggesellschaft ANA sollte die erste Dreamliner ursprünglich im Jahr 2008 bekommen.

böl/Reuters/AFP
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