SPD-Politiker Steinbrück heuert bei ThyssenKrupp an

Gerade mal vier Wochen nach dem Regierungswechsel hat Ex-Finanzminister Peer Steinbrück einen neuen Job in Aussicht: Der Bundestagsabgeordnete soll Ende Januar in den Aufsichtsrat von ThyssenKrupp einziehen.
Peer Steinbrück (Archivbild): Künftig im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp

Peer Steinbrück (Archivbild): Künftig im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp

Foto: ddp

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

Düsseldorf - Peer Steinbrück bekommt einen lukrativen Posten in der Wirtschaft: Der frühere Bundesfinanzminister wird Aufsichtsratsmitglied bei Deutschlands größtem Stahlproduzenten ThyssenKrupp  . Der Hauptaktionär des Unternehmens, die Stiftung, kündigte am Freitag an, sie werde von ihrem satzungsgemäßen Recht Gebrauch machen und den SPD-Politiker ab dem 21. Januar in das Kontrollgremium entsenden.

Wahl

Steinbrück war in Nordrhein-Westfalen, wo ThyssenKrupp beheimatet ist, von 2002 bis 2005 Ministerpräsident. Der Politiker, der seit 40 Jahren Mitglied der SPD ist, führte das Finanzressort der schwarz-roten Bundesregierung in den Jahren 2005 bis 2009. Nach der hatte er auf alle Ämter in der neugewählten SPD-Fraktion verzichtet und seinen Abschied aus der "ersten und zweiten Reihe" der Politik erklärt. Sein Bundestagsmandat behielt er jedoch.

Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp besteht aus 20 Mitgliedern. Die weiteren sieben Vertreter der Anteilseigner will der amtierende Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. November benennen, über die dann die Aktionäre im Januar abstimmen müssen.

ore/AP/ddp