Fusion von US-Spielzeugherstellern Captain America wirbt um Barbie

Über eine Fusion der US-Spielzeughersteller Mattel und Hasbro wird seit mehr als 20 Jahren spekuliert. Jetzt wagt Hasbro offenbar einen neuen Anlauf.

Barbie-Figuren
REUTERS

Barbie-Figuren


Der US-Spielzeughersteller Hasbro hat ein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Mattel abgegeben. Das Unternehmen sei auf den Rivalen zugegangen und habe einen Kauf angeboten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters und bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journal". Beide Firmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Ein Zusammenschluss würde Mattels Traditionsmarken von Barbie über Hot Wheels bis hin zu Matchbox mit Hasbros Klassikern wie Transformers, Monopoly oder Marvel-Actionfiguren wie Captain America zusammenbringen.

Die Unternehmen haben immer wieder über eine Fusion verhandelt, etwa in den Jahren 1996 und 2015. Sie hadern mit der Konkurrenz aus dem Internet und dem Trend, dass viele Kinder traditionelle Spielzeuge in der Ecke liegen lassen und elektronischen Medien den Vorzug geben. Diese Entwicklung trug auch zur Pleite der Spielwarenkette Toys "R" Us im September bei, die bei Mattel zu einem weiteren Umsatzrückgang führte.

Die Mattel-Aktie hat in diesem Jahr 47 Prozent ihres Wertes eingebüßt, so dass der Konzern mit 4,8 Milliarden Dollar bewertet wird. Das macht Mattel zu einem Übernahmekandidaten. Dagegen ist die Hasbro-Aktie in diesem Jahr um 18 Prozent gestiegen. Der Marktwert liegt bei elf Milliarden Dollar.

Investoren reagierten auf die Nachricht einer potenziellen Fusion am Freitag begeistert. Im nachbörslichen Handel legten Mattel-Papiere um 24 Prozent zu, während es für Hasbro um 3,3 Prozent nach oben ging.

dab/Reuters/dpa



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