Sportwagenbauer im Leitindex Börsenneuling Porsche ersetzt Puma im Dax

Weniger als ein Vierteljahr nach seinem Börsengang schafft die Porsche AG den Sprung in den bedeutendsten deutschen Aktienindex. Sportartikelhersteller Puma muss dafür weichen. Im MDax und im SDax gibt es weitere Neuerungen.
Börsensaal in Frankfurt am Main

Börsensaal in Frankfurt am Main

Foto: STAFF / REUTERS

Gut zwei Monate nach seinem Börsengang zieht der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche AG in den Leitindex Dax ein. Die Aktie der Volkswagen-Tochter ersetzt dort zum 19. Dezember die Papiere des fränkischen Sportartikelkonzerns Puma, der in den Nebenwerteindex MDax absteigt. Das teilte die Deutsche Börse am Abend mit.

Porsche ist der Deutschen Presse-Agentur zufolge an der Börse inzwischen gut 98 Milliarden Euro wert. Demnach legte die Aktie seit dem viel beachteten Börsengang Ende September fast 30 Prozent zu. »Wir freuen uns sehr über den schnellen, direkten Einstieg in den Dax«, sagte Finanzchef Lutz Meschke. »Unser Sprung in die Top 40 Deutschlands ist das Ergebnis unserer harten Arbeit der vergangenen Jahre.«

Wegen der Aufnahme der Porsche AG in den Leitindex steigt der Sportartikelhersteller Puma in den MDax ab und verdrängt dort den Batteriehersteller Varta, der in den Nebenwerteindex SDax absteigt, wie die Deutsche Börse weiter mitteilte. Dadurch falle der Online-Modehändler About You aus dem SDax.

Demnach tauschen zudem die im MDax notierte Deutsche Wohnen und der im SDax gelistete Bioethanolhersteller Verbio die Plätz. Die Änderungen treten am Montag, 19. Dezember, in Kraft.

Ordentlicher Start in schwierigem Umfeld

Mit dem Chiphersteller Elmos Semiconductor und der Tochter des US-Telekomausrüsters Adtran, Adva (Optical) gibt es zudem zwei Aufsteiger in den SDax. Im Gegenzug werden der Immobilienentwickler Instone und der Spezialpharma-Anbieter und -Großhändler Medios aus dem Nebenwerte-Index herausgenommen. Abgesehen von Adva und Medios hatten Experten die Veränderungen der Indizes weitgehend erwartet.­­­

Porsche hatte im September inmitten eines schwierigen Marktumfelds einen ordentlichen Börsenstart hingelegt. Kurz nach Handelsstart kletterte die Aktie des Autobauers um knapp zwei Prozent über den Ausgabepreis auf 84,00 Euro. Volkswagen hatte die Aktien seiner Tochter Porsche zu je 82,50 Euro und damit am oberen Ende der Angebotsspanne zugeteilt.

dam/dpa/Reuters
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