Staatskredit Bundesregierung lässt Schlecker abblitzen

Die Hoffnung währte nur kurz: Die insolvente Drogeriekette Schlecker bekommt keinen Hilfskredit von der staatseigenen KfW-Förderbank. Die Zahlungen seien nur auf kleinere und mittlere Unternehmen ausgerichtet, heißt es zur Begründung.

Schlecker-Mitarbeiter in Stuttgart: Lösung für 12.000 Beschäftigte vorerst gescheitert
dapd

Schlecker-Mitarbeiter in Stuttgart: Lösung für 12.000 Beschäftigte vorerst gescheitert


Berlin - Die bislang aussichtsreichste Lösung für die 12.000 Schlecker-Mitarbeiter ist gescheitert. Sie werden Ende März wohl direkt in die Arbeitslosigkeit entlassen. Grund: Die insolvente Drogeriekette erhält keine Hilfe von der bundeseigenen Förderbank KfW. Der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums, Holger Schlienkamp, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Welt am Sonntag".

Schlecker muss nach Aussage des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz rund 2400 von mehr als 5400 Filialen schließen. Geiwitz wollte für die Mitarbeiter, die nun ihre Jobs verlieren, eine Transfergesellschaft aufbauen, um ihnen den Übergang in andere Beschäftigungsverhältnisse zu erleichtern. Nach eigenen Angaben braucht er dafür 70 Millionen Euro, die er vielleicht bei der KfW beantragen wollte.

Die Zahlungen der KfW seien auf kleine und mittelständische Firmen ausgerichtet, sagte der Ministeriumssprecher zur Begründung für das nein. Schlecker erfülle die Kriterien nicht. Grundsätzlich sei das jeweilige Bundesland, in dem das Unternehmen seinen Sitz habe, "Ansprechpartner und Koordinator zwischen den Bundesländern in Finanzierungsfragen", fügte Schlienkamp hinzu.

Der baden-württembergische Wirtschaft- und Finanzminister Nils Schmid (SPD) hatte Schlecker bereits Bürgschaften für eine Transfergesellschaft versprochen und gesagt, das Angebot gelte auch für den Fall, dass sich ein seriöser Investor zur Rettung des Unternehmens findet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht den Bund in der Pflicht.

yes/Reuters/dpa

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matz-bam 11.03.2012
1. Augen auf bei der Berufswahl
Zitat von sysopdapdDie Hoffnung währte nur kurz: Die insolvente Drogeriekette Schlecker bekommt keinen Hilfskredit von der staatseigenen KfW-Förderbank. Die Zahlungen seien nur auf kleinere und mittlere Unternehmen ausgerichtet, heißt es zur Begründung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820616,00.html
Ja, liebe Schleckermitarbeiter.Warum seid Ihr nicht Banker oder BuPrä. geworden. Ihr könntet gar nicht so schnel gucken, wie das Geld auf Euer Konto kommt.
MissBildung 11.03.2012
2.
Richtig so. Wer nicht ordentlich wirtschaftet muss weg. Die Gesellschaft kauft ja nicht weniger Drogerie Artikel bloß weil eine der großen Ketten weg ist. Kann ja wohl nicht sein, daß der Bürger sich gegen Schlecker entscheidet und den Laden dann doch mit Steuergeldern wieder aufpäppeln muss. Den Linken hätte ich das zugetraut, aber ein vernünftig denkender Mensch muss doch gegen solche Rettungen sein. Damals bei Holzmann wars auch kontraproduktiv. 100 Millionen verballert, damit dutzende Kleinbetriebe in die Pleite getrieben die mit Holzmann nicht mehr konkurrieren konnten und am Ende war Holzmann doch pleite. Danke Schröder.
rl1972 11.03.2012
3. naja
Zitat von MissBildungRichtig so. Wer nicht ordentlich wirtschaftet muss weg. Die Gesellschaft kauft ja nicht weniger Drogerie Artikel bloß weil eine der großen Ketten weg ist. Kann ja wohl nicht sein, daß der Bürger sich gegen Schlecker entscheidet und den Laden dann doch mit Steuergeldern wieder aufpäppeln muss. Den Linken hätte ich das zugetraut, aber ein vernünftig denkender Mensch muss doch gegen solche Rettungen sein. Damals bei Holzmann wars auch kontraproduktiv. 100 Millionen verballert, damit dutzende Kleinbetriebe in die Pleite getrieben die mit Holzmann nicht mehr konkurrieren konnten und am Ende war Holzmann doch pleite. Danke Schröder.
Eigentlich ist was sie sagen richtig , aber wenn man sich ansieht wofür Steuergelder hinausgeworfen werden hinterlässt dies einen übelen Beigeschmack. Die Menschen bei Schlecker arbeiten hart, keiner bereichert sich masslos , es hätte mit relativ wenig Geld geholfen werden können und grosses Unheil hat das Unternehmen Schlecker auch nicht angerichtet. Stattdessen retten wir lieber Kriegsfinanziers die teilweise jeden einzelnen Krieg der letzten 300 Jahre finanzierten, die ettliche Milliarden in ihre eigenen Taschen gewirtschaftet haben , durch Spekulationen auf Nahrungsmittel defacto Massenmord betreiben , so rein garnichts fehlerhaftes an ihrem eigenen Verhalten erkennen können und nach der Rettung munter so weitermachen wie bisher. Beim Bankwesen könnte man zurecht die Frage stellen ob diese denn in der Menschheitsgeschichte noch nicht genug Schaden angerichtet haben.
derlabbecker 11.03.2012
4. naja...
Zitat von sysopdapdDie Hoffnung währte nur kurz: Die insolvente Drogeriekette Schlecker bekommt keinen Hilfskredit von der staatseigenen KfW-Förderbank. Die Zahlungen seien nur auf kleinere und mittlere Unternehmen ausgerichtet, heißt es zur Begründung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820616,00.html
... nehme mal an der Herr Schlecker wird noch die eine oder andere Mrd. in der Schweiz geparkt haben. Da ist bestimmt noch was zu holen. Ein Tipp an die Schleckermitarbeiter: Besorgt euch nen griechischen Pass, werde Bundespräsident, oder gründet eine Bank (die ihr dann noch in den Ruin treibt, aber vorher schön Systemrelevant werden...), dann werde ihr mit Geld zugesch.... Ehrliche Arbeit lohnt sich in dieser Welt schon lange nicht mehr.
vitalik 11.03.2012
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Na sieh sich das einer an. Wenn die Leute ihren 5 Euro die Stunde oder 400 Euro Job verlieren gehen die auf die Strasse. Als es damals angefangen hat, dass Schlecker Leute gekündigt hat um diese dann wieder für 5 Euro einzustellen, da hat man es mit sich machen lassen.
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