Standard & Poor's Rating-Riese knöpft sich Europas Versicherer vor

Standard & Poor's legt erneut nach. Zu Beginn der Woche hatte die Rating-Agentur erst 15 Ländern der Euro-Zone mit Herabstufung gedroht, dann mehreren europäischen Banken. Jetzt nimmt das Institut auch Europas Versicherungsunternehmen in Visier.

Standard & Poor's in New York: Die Ratingagentur droht 15 europäischen Versicherern
REUTERS

Standard & Poor's in New York: Die Ratingagentur droht 15 europäischen Versicherern


New York - Die nordamerikanische Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat am Freitag die Kreditwürdigkeit europäischer Versicherer ins Visier genommen, wie das Institut auf seiner Internetseite meldet. Der Schritt sei eine Folge der Beobachtung von 15 der 17 Staaten der Eurozone, teilte S&P laut Nachrichtenagentur dpa mit.

Zu den 15 betroffenen Unternehmen gehören die Allianz sowie der Kreditversicherer Euler Hermes, der zur Allianz-Gruppe gehört, die Axa, die CNP-Gruppe aus Frankreich, die britische Aviva und die Generali aus Italien. Mit der Einstufung "Creditwatch Negative" - einem negativen Ausblick auf die Kreditwürdigkeit - droht den Versicherern eine Herabstufung bereits in den kommenden Wochen: Statt mehrerer Monate hat S&P nun maximal 90 Tage Zeit, eine Entscheidung darüber zu treffen.

Nachdem S&P am Montag Deutschland und 14 anderen Euro-Ländern mit Herabstufung gedroht hatte, nahm die Rating-Agentur am Mittwoch auch Europas Finanzbranche ins Visier und stellte mehrere Banken unter verschärfte Beobachtung, darunter auch die Deutsche Bank. Die Entscheidung über die Abstufung der Euro-Länder wird in den kommenden Tagen erwartet.

bos/dpa/Reuters



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