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23. Mai 2019, 17:03 Uhr

Porto

Standardbrief soll künftig 80 Cent kosten

Wer einen Standardbrief verschicken will, muss künftig wohl zehn Cent mehr dafür ausgeben. Das Porto soll einem Medienbericht zufolge auf 80 Cent steigen - andere Dienste werden demnach deutlich teurer.

Das Porto für einen Standardbrief soll einem Medienbericht zufolge am 1. Juli von 70 auf 80 Cent steigen. Eine Postkarte soll künftig 60 Cent statt wie bisher 45 Cent kosten. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") ohne Nennung von Quellen.

Dem Bericht zufolge sollen auch die Porti für alle anderen Briefarten stark steigen. Demnach würden Kompakt-, Groß- und Maxibrief um jeweils zehn Cent teurer. Das Porto für Auslandssendungen steige um 20 Cent, Einschreiben würden fünf Cent teurer.

"Wir haben noch nicht über das künftige Porto entschieden", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. "Wir warten die finale Entscheidung der Bundesnetzagentur ab", sagte ein Post-Sprecher. Darüber hinaus wollte er den Bericht nicht kommentieren. Die Post hatte Ende April angekündigt, auch Büchersendungen ab dem 1. Juli zu verteuern.

Großkunden sollen zunächst verschont bleiben

Die Bundesnetzagentur hatte Mitte April vorgeschlagen, dass der sogenannte Preiserhöhungsspielraum um 10,6 Prozent steigen soll. Damit ist gemeint, dass die Deutsche Post die Preise für die verschiedenen Briefarten insgesamt um diesen Satz verteuern darf. Beobachter hatten daher mit einer Erhöhung des Portos für einen Standardbrief auf bis zu 90 Cent gerechnet. Eine endgültige Entscheidung dazu wird in der kommenden Woche erwartet.

Die Post habe ersten Großkunden vorab mitgeteilt, wie stark sie die einzelnen Preise anheben will, heißt es in dem Bericht weiter. Von "der größten Portoerhöhung aller Zeiten" seien laut "FAZ" zunächst vor allem Privatkunden und kleine Unternehmen betroffen.

Die Großkunden sollen demnach durch Anhebung der Rabatte vorerst weitgehend verschont bleiben. Allerdings würden die höheren Rabatte nur bis Jahresende gelten. Danach müssten sich auch die Großkunden auf einen kräftigen Preissprung einstellen.

brt

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