Porto Standardbrief soll künftig 80 Cent kosten

Wer einen Standardbrief verschicken will, muss künftig wohl zehn Cent mehr dafür ausgeben. Das Porto soll einem Medienbericht zufolge auf 80 Cent steigen - andere Dienste werden demnach deutlich teurer.

Noch kostet ein Standardbrief 70 Cent
DPA

Noch kostet ein Standardbrief 70 Cent


Das Porto für einen Standardbrief soll einem Medienbericht zufolge am 1. Juli von 70 auf 80 Cent steigen. Eine Postkarte soll künftig 60 Cent statt wie bisher 45 Cent kosten. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") ohne Nennung von Quellen.

Dem Bericht zufolge sollen auch die Porti für alle anderen Briefarten stark steigen. Demnach würden Kompakt-, Groß- und Maxibrief um jeweils zehn Cent teurer. Das Porto für Auslandssendungen steige um 20 Cent, Einschreiben würden fünf Cent teurer.

"Wir haben noch nicht über das künftige Porto entschieden", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. "Wir warten die finale Entscheidung der Bundesnetzagentur ab", sagte ein Post-Sprecher. Darüber hinaus wollte er den Bericht nicht kommentieren. Die Post hatte Ende April angekündigt, auch Büchersendungen ab dem 1. Juli zu verteuern.

Großkunden sollen zunächst verschont bleiben

Die Bundesnetzagentur hatte Mitte April vorgeschlagen, dass der sogenannte Preiserhöhungsspielraum um 10,6 Prozent steigen soll. Damit ist gemeint, dass die Deutsche Post die Preise für die verschiedenen Briefarten insgesamt um diesen Satz verteuern darf. Beobachter hatten daher mit einer Erhöhung des Portos für einen Standardbrief auf bis zu 90 Cent gerechnet. Eine endgültige Entscheidung dazu wird in der kommenden Woche erwartet.

Die Post habe ersten Großkunden vorab mitgeteilt, wie stark sie die einzelnen Preise anheben will, heißt es in dem Bericht weiter. Von "der größten Portoerhöhung aller Zeiten" seien laut "FAZ" zunächst vor allem Privatkunden und kleine Unternehmen betroffen.

Die Großkunden sollen demnach durch Anhebung der Rabatte vorerst weitgehend verschont bleiben. Allerdings würden die höheren Rabatte nur bis Jahresende gelten. Danach müssten sich auch die Großkunden auf einen kräftigen Preissprung einstellen.

brt



insgesamt 23 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
susanneuser 23.05.2019
1. Nun und?
Damit ist das versenden eines Briefes immer noch günstig. Mehr gibst dazu gar nicht zu sagen.
planet335 23.05.2019
2.
Hauptsache die Paketsparte ist von den Portoerhöhungen nicht betroffen und der Online-Käufer kann weiter fleißig im Netz gekaufte Artikel kostenlos hin- und herschicken.
jkleinmann 23.05.2019
3. Gut so.
Vielleicht sparen sich viele Firmen, Banken (auch Online-Banken mit digitaler Validierung des Kunden) und sonstiges Gewerbe unnötige Postsendungen.
aggro_aggro 23.05.2019
4. Zu geringe Erhöhung
Es spricht nichts dagegen für einen Brief einen Euro zu nehmen. Oder gern noch mehr. 90% der Sendungen sind Werbung. Normale Menschen senden nur noch wenige Briefe im Jahr und Behörden und ähnliche Institutionen können digitale Services ruhig ausbauen. Bezahlt die Postboten ordentlich, haltet das Porto für 10 Jahre stabil und konzentriert euch auf Warensendungen.
maximilian_göppert 23.05.2019
5.
Zitat von planet335Hauptsache die Paketsparte ist von den Portoerhöhungen nicht betroffen und der Online-Käufer kann weiter fleißig im Netz gekaufte Artikel kostenlos hin- und herschicken.
ist mir neu, dass das kostenlos möglich ist. Bei normalen Online-Händlern zahlen sie Versandkosten und bei den großen wird es halt umgelegt. Oder glauben sie, weil das nicht auf der Rechnung steht, es umsonst ist?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.