Braunkohlekonzern Sachsens Ex-Ministerpräsident Tillich wird Aufsichtsratschef bei Mibrag

Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat einen neuen Job. Der CDU-Politiker wird Aufsichtsratschef des Kohlekonzerns Mibrag.
Neuer Mibrag-Chefaufseher: Stanislaw Tillich ist nun für die strategische Ausrichtung des Braunkohleförderers zuständig

Neuer Mibrag-Chefaufseher: Stanislaw Tillich ist nun für die strategische Ausrichtung des Braunkohleförderers zuständig

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Überraschung beim Braunkohlekonzern Mibrag: Sachsens ehemaliger Ministerpräsident, Stanislaw Tillich (CDU), wird Aufsichtsratschef des Konzerns. Der 60-Jährige löst den bisherigen Vorsitzenden Wilhelm Beermann ab, der dem Gremium seit 2001 vorstand. Tillich war in Sachsen unter anderem Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Finanzminister und bis 2017 Ministerpräsident.

Tillich war außerdem einer von vier Vorsitzenden der im Juni 2018 eingesetzten Kohlekommission der Bundesregierung. Sie legte im Januar diesen Jahres ihren Abschlussbericht vor.

Gemeinsam mit der Geschäftsführung soll sich Tillich Mibrag zufolge künftig um energie- und klimapolitische Herausforderungen kümmern und sich für eine erfolgreiche Zukunft am Standort einsetzen.

Bei dem bevorstehenden Strukturwandel komme der Mibrag eine bedeutende Rolle zu, sagte Tillich. "Wichtig ist einerseits die Fortführung des Kerngeschäfts für die nächsten Jahre und andererseits die Suche und Ausrichtung auf neue Geschäftsfelder im Sinne einer kontinuierlichen Energieversorgung und Beschäftigung."

Mit 2700 Mitarbeitern gehört der Braunkohleförderer Mibrag mit Sitz in Zeitz in Sachsen-Anhalt zu den wichtigen Arbeitgebern der Region rund um Halle und Leipzig. Das Unternehmen fördert jährlich bis zu 18 Millionen Tonnen Braunkohle.

flg/dpa-AFX