Entschädigungen für Flugzeugabstürze Staranwalt Feinberg soll für Boeing Gelder verteilen

Wegen der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien muss Boeing hohe Entschädigungen zahlen. Nun soll Staranwalt Kenneth Feinberg organisieren, wie die Gelder verteilt werden.

Staranwalt Kenneth Feinberg
AFP

Staranwalt Kenneth Feinberg


Staranwalt Kenneth Feinberg verwaltete einst den Fonds für die Opfer der Anschläge des 11. September 2001, jetzt hat ihn Boeing engagiert. Feinberg soll für die Airline organisieren, wie die Angehörigen der Opfer der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien entschädigt werden. Das Unternehmen teilte mit, den Anwalt und seine Partnerin Camille Biros mit der Verteilung von Geldern aus einem 100 Millionen Dollar schweren Hilfsfonds betraut zu haben.

Boeing kündigte zudem an, dass die Hälfte des Geldes kurzfristig an Familien der Opfer fließen sollen. Bei den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max waren im Oktober 2018 und März 2019 insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Abstürze mussten 737-Max-Maschinen seit Mitte März auf dem Boden bleiben.

Feinberg gilt als bekanntester US-Experte in Entschädigungsfragen. Er war unter anderem für Kompensationen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zuständig.

Auch bei Volkswagens Abgasaffäre und einem Skandal um defekte Zündschlösser bei General Motors kümmerte Feinberg sich um Entschädigungen. Zuletzt bestellte ein US-Richter ihn als Vermittler im Rechtsstreit gegen den Bayer-Konzern wegen angeblicher Krebsgefahr von Unkrautvernichtungsmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat.

hej/dpa-AFX

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