Thailändischer Kaffeekiosk Starbucks gewinnt gegen Starbung

Goliath hat David besiegt: Im Streit mit der US-Kaffeehauskette Starbucks hat ein thailändischer Straßenverkäufer klein beigegeben. Er nahm ein grünes Schild mit der Aufschrift "Starbung" ab.

DPA

Bangkok - Im Logo-Streit mit Starbucks hat ein kleiner Kaffee-Verkäufer aus Thailand klein beigeben müssen. Damrong Maslee nahm auf Verlangen des US-Konzerns an seinem Stand am Straßenrand von Bangkok ein grünes Schild mit der Aufschrift "Starbung" ab, wie er am Donnerstag berichtete. Das Logo sah dem von Starbucks ähnlich.

Starbucks sah in dem bescheidenen Wägelchen des Mannes in der thailändischen Hauptstadt unerlaubte Konkurrenz: Das Logo verletze die Patentrechte des Weltunternehmens, hatten Anwälte dem Mann geschrieben und ihn auf Schadensersatz in Höhe von 300.000 Baht (rund 7000 Euro) und Rechtskosten von 30.000 Baht verklagt. Das ist deutlich mehr als sein Jahreseinkommen. Durch Facebook und Twitter erlangte Damrong mit seinem David-gegen-Goliath-Kampf schnell Berühmtheit.

Damrong gab sich versöhnlich: "Es war eine außergerichtliche Vereinbarung, wir haben uns in der Mitte getroffen", sagte er. "Sie haben ihre Schadensersatzforderung fallenlassen, und ich habe mich bereit erklärt, das Logo nicht mehr zu benutzen." Damrong verkauft seinen Kaffee jetzt unter dem Namen "Bung's Tears" - Bungs Tränen.

yes/dpa



insgesamt 16 Beiträge
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numerius_negidius 21.11.2013
1. Garantiert nicht.
Die Anwälte werden ihm mit Sicherheit nicht die Verletzung von "Patenten" vorgeworfen haben. Hier geht es um markenrechtliche Ansprüche.
rob_ramone 21.11.2013
2. angeschwärzt ...
... welcher Tourist hat diesen kleinen Strassenverkäufer angeschwärzt. ?! Beim meinem nächsten Trip nach Thailand/Bankok werde ich bei Herrn Damrong Maslee einen Kaffee Trinken. Wird eh besser schmecken.
brianf 21.11.2013
3. 300000 thb
sind nicht ca. 700 € sondern ca. 7000 €. Und da wird's natürlich eng für den Straßenverkäufer. Das gibt's aber überall in Thailand. Da hat Starbucks noch viel zu tun. Schönes Beispiel: am Hin Ta (Großvater Fels) auf Koh Samui hat ein pfiffiger Verkäufer sein kleines Kaffee "Hin Ta Bucks Café" genannt.
isolde_trinken 21.11.2013
4. Starbucks hat natürlich Recht!
Deshalb habe ich noch nie bei Starbucks einen Kaffee (Entschuldigung: einen Coffee Frappuccino® Light blended beverage oder so ähnlich) getrunken, und werde es auch nie tun. Und es ist diese Paranoia der Giganten, die ich so abstoßend finde! Und es ist moralisch verwerflich, einen Konkurrenten durch eine Klage, die diesen finanziell ruinieren würde aus dem Markt zu drängen.
garoon 21.11.2013
5. Genau deshalb geht man nicht zu Starbucks...
Deren Kaffee schmeckt einfach nur wie Brühe und dafür dann noch in einem Pappbecher den Preis für ein 1/2 Pfund guten Kaffee oder Espresso auszugeben ist völlig hirnrissig, einfach nur Nepp. Und an deren Verhalten merkt man eben die guten alten amerikanischen Geschäftsmethoden, nix von ethischem Verhalten die vom Management gepredigt werden. Markenrecht hin oder her, völlig überzogener Schwachsinn. Geht zum kleinen Localisten wo´s Illy oder was anderes gutes gibt und lasst die Papp/Plastikbecher in der Fabrik, das hat mit Kaffeegenuss eh nichts zu tun ! Aber was erzähle ich der Jugend.., seufzt (bin 38...)
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