Lieferservice Starbucks will Kaffee ins Büro bringen

Kaffee zum Mitnehmen? Das war mal. Die US-Kaffeekette Starbucks will das Prinzip umkehren - und dem Kunden Heißgetränke künftig bis an den Schreibtisch bringen. Firmen-Chef Howard Schultz nennt das "E-Commerce auf Steroiden".
Starbucks-Filiale in Frankfurt: Testphase mit Premiumkunden geplant

Starbucks-Filiale in Frankfurt: Testphase mit Premiumkunden geplant

Foto: © Ralph Orlowski / Reuters/ REUTERS

Seattle - Wenn der Weg bis zum nächsten Café oder auch nur zur Kaffeemaschine zu weit erscheint, will der US-Konzern Starbucks künftig einspringen. Die Kaffeekette plant nach eigenen Angaben einen Lieferservice, der Heißgetränke und Snacks künftig bis an den Schreibtisch bringt. "Das ist unsere Vorstellung von E-Commerce auf Steroiden", sagte Starbucks-Chef Howard Schultz vor Analysten zu den Plänen.

Der Service befindet sich Schultz zufolge noch im Aufbau. Er soll in einer Testphase zunächst nur Premiumkunden zur Verfügung stehen, über eine App, die im nächsten Jahr landesweit in den USA startet.

Fast zeitgleich zur Lieferdienst-Ankündigung hatte der Konzern seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal bekannt gegeben. Der Umsatz stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro). Der Gewinn erreichte 588 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte Starbucks noch einen deutlichen Verlust gemacht.

Allein von Juli bis September eröffnete Starbucks weltweit 503 neue Filialen. Insgesamt betreibt die Firma nun 21.366 Geschäfte in 65 Ländern. Trotz des starken Gewinnanstiegs reagierten Anleger enttäuscht, sie hatten sich einen höheren Umsatz erhofft.

vks/dpa
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