Starkes Halbjahr Volkswagen verdreifacht seinen Gewinn

Die Erfolgswelle bei den deutschen Autobauern erfasst auch Volkswagen: Der Wolfsburger Konzern hat im ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro verdient - und das Ergebnis damit im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Das Unternehmen kommt seinen ehrgeizigen Zukunftsplänen immer näher.

VW Golf VI: Starke Nachfrage aus Asien
dpa

VW Golf VI: Starke Nachfrage aus Asien


Wolfsburg - Die deutsche Autoindustrie entrinnt ihrer größten Krise schneller als gedacht: Nachdem bereits Daimler vor wenigen Tagen glänzende Zahlen vorgelegt hatte, zog Volkswagen Chart zeigen am Donnerstag nach: Europas größter Automobilkonzern hat im ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro verdient nach 500 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Selbst VW-Chef Martin Winterkorn schien überrascht. "Das Ergebnis des ersten Halbjahrs hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte er. Vor allem dank der anziehenden Nachfrage in China, Brasilien und den USA hatte der Konzern von Januar bis Juni 16 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft - oder insgesamt 3,6 Millionen.

Allerdings: Die Vorjahreszahlen waren sehr schwach ausgefallen. Gerade zu Beginn des Krisenjahres 2009 hatten die Kunden Autokäufe gemieden.

Daher stieg auch der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 rasant - um mehr als ein Fünftel auf 61,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis habe sich auf 2,8 Milliarden Euro belaufen und damit binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt. Dabei profitierte VW auch von günstigen Wechselkursen. Weil der Euro wegen der Schuldenkrise einiger europäischer Staaten derzeit im Vergleich zum US-Dollar schwächelt, können europäische Unternehmen ihre Waren billiger in die USA exportieren.

Für das laufende Jahr hat VW daher ehrgeizige Ziele: Die weltweite Nummer drei will dank zahlreicher neuer Modelle deutlich mehr Neuwagen verkaufen und auch operativ deutlich mehr erwirtschaften.

An der Börse wurden die guten Zahlen honoriert: Die VW-Aktie stieg zeitweise um mehr als zwei Prozent.

yes/ddp



insgesamt 1871 Beiträge
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Hercules Rockefeller, 22.06.2010
1. Harte Einschnitte müssen kommen
Um dieses erneute zarte Pflänzchen des Aufschwungs nicht zu gefährden, müssen jetzt auch Opfer von den Beschäftigten kommen! Lohnverzicht im Krankheitsfall, unbezahlte Mehrarbeit und Lockerung der Kündigungsfristen müssen kommen, sonst ist die Wirtschaft des Todes!
frubi 22.06.2010
2. .
Zitat von sysopDie Wirtschaft in Deutschland wächst wieder. Auch der monatliche Geschäftsklima-Index des Münchener ifo-Instituts ist erneut gestiegen. Ist die Krise schon überwunden oder droht ein erneuter Rückgang der wirtschaftlichen Leistung?
Wieso sollte auch die Wirtschaft vom Sparpaket betroffen sein? Die Airlines und Stromkonzerne geben ihre Mehrkosten einfach an den Endkunden weiter und dieser bezahlt schön brav. So sieht es aus. Naja. Der H4ler wird durch die Kürzungen nun leider auf seine E-Klasse verzichten müssen aber ansonsten seh ich keine Maßnahme, die der Wirtschaft hätte schaden können. Wieso auch. Die Realwirtschaft ist nicht der Schuldige in Sachen Finanz- und Eurokrise.
gehlhajo, 22.06.2010
3. Soso,,,
". Euro-Krise und das Sparpaket der Merkel-Regierung haben die Konjunktur nicht abgewürgt." Seit wann ist das Sparpaket eigentlich in Kraft ?
Stefanie Bach, 22.06.2010
4. Fakten oder Meinungen?
Zitat von sysopDie Wirtschaft in Deutschland wächst wieder. Auch der monatliche Geschäftsklima-Index des Münchener ifo-Instituts ist erneut gestiegen. Ist die Krise schon überwunden oder droht ein erneuter Rückgang der wirtschaftlichen Leistung?
Wird hier nicht wieder Substanz durch Meinung ersetzt? Der sogenannte Geschäftsklima-Index des ifo-Instituts ist doch nur eine Umfrage. Das sind keine Fakten, das sind Meinungen. Die Politik sollte sich lieber um ihre Aufgaben kümmern: Soziales Konjunkturprogramm statt Not und Realitätsverlust (http://www.plantor.de/2009/soziales-konjunkturprogramm-statt-not-und-realitatsverlust/).
zynik 22.06.2010
5. hurra!
Zitat von sysopDie Wirtschaft in Deutschland wächst wieder. Auch der monatliche Geschäftsklima-Index des Münchener ifo-Instituts ist erneut gestiegen. Ist die Krise schon überwunden oder droht ein erneuter Rückgang der wirtschaftlichen Leistung?
Hurra! Wir maschieren weiter für den Index und singen die Hymne des Wachstums. Was wäre dieses Land nur ohne seine Meldungen vom Wirtschaftswachstum und sinkenden Arbeitslosenzahlen aus dem Ministerium für Wahrheit?
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