Als erstes deutsches Start-up Celonis steigt zum »Decacorn« auf

Erstmals hat ein Start-up aus Deutschland einen Unternehmenswert von über 10 Milliarden Dollar erreicht – und damit eine neue Marke überschritten. Bald könnte ein Börsengang folgen.
Die Gründer des Münchner Start-ups Celonis

Die Gründer des Münchner Start-ups Celonis

Foto: Celonis

Das Münchner Start-up Celonis ist Deutschlands erstes »Decacorn«. Als solche werden neu gegründete Unternehmen bezeichnet, die mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet werden. Das berichten verschiedene Medien, wie unter anderem die »FAZ«  und die Wirtschafts- und Finanzzeitung »Handelsblatt« .

Celonis entwickelt Software, die effektivere Prozessabläufe in Unternehmen ermöglichen sollen. 2018 war das Start-up mit mehr als eine Milliarde Dollar bewertet worden und hatte damit den Status eines »Unicorn« erhalten.

Laut »Handelsblatt« hat Celonis seine Bewertung durch eine neue Finanzierungsrunde nun über 820 Millionen Euro auf 11,1 Milliarden Dollar erhöht und damit von zuletzt noch 2,5 Milliarden Dollar mehr als vervierfacht. Beiden Berichten zufolge gehört Celonis nun zum noch kleinen Kreis der »Decacorns« in Europa.

Seit September 2020 gehört dem Kreis unter anderem auch der schwedische Finanzdienstleister Klarna an. Als erstes europäisches Start-up soll das ursprünglich in Rumänien gegründete Softwareunternehmen Uipath Ende 2019 zum »Decacorn« aufgestiegen sein.

Auf Dauer Börsengang geplant

»Wir haben Investoren an Bord geholt, die mit uns daran glauben, dass wir eins der größten Technologieunternehmen weltweit aufbauen können«, sagte Co-Geschäftsführer Bastian Nominacher dem »Handelsblatt« zum Aufstieg seines Unternehmens. Nun werde das Start-up das neue Kapital in die Produktionsentwicklung und weiteres Wachstum investieren. Danach könne ein Börsengang ein »sehr guter nächster Schritt« sein. Nominacher: »Unsere Plattform ist leistungsstark, aber wir haben noch viel größere Visionen.«

tfb
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