Hotelkette Starwood Chinesen steigen überraschend aus Bieterschlacht aus

Im Wettbieten um die Starwood-Hotelkette haben die Investoren aus China überraschend ihr milliardenschweres Angebot zurückgezogen. Für den US-Konzern Marriott ist nun der Weg frei.

Marriott-Hotel
AP/dpa

Marriott-Hotel


New York - In der milliardenschweren Übernahmeschlacht um die US-Hotelkette Starwood steht Konkurrent Marriott vor dem Ziel. Die Gegenbieter um den chinesischen Versicherer Anbang zogen überraschend ihre jüngste Offerte über rund 14 Milliarden Dollar zurück.

Damit ist nun der Weg für Marriott frei, zum weltweiten Marktführer mit insgesamt etwa 5700 Hotels aufzusteigen. Zuvor hatten sich beide Interessenten eine Bieterschlacht geliefert und ihre Angebote für Starwood stetig erhöht. Nun sollen die Aktionäre beider US-Firmen am 8. April über den Zusammenschluss abstimmen.

Aufgrund verschiedener marktbezogener Überlegungen habe sich das Konsortium entschieden, mit dem Bieterprozess nicht fortzufahren, teilte die Gruppe mit. Zuvor hatten bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg und das "Wall Street Journal" entsprechend berichtet. Der "Financial Times" zufolge konnten die Investoren keine ausreichende Finanzierung nachweisen.

Marriott hatte zuletzt etwa 13,2 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien geboten. Im nachbörslichen Handel verloren Starwood zuletzt vier Prozent. Der Kurs des Rivalen sackte sogar um fünf Prozent ab.

Zu Marriott gehören diverse Hotelmarken, unter anderem Ritz-Carlton, Renaissance oder Courtyard. Starwood betreibt beispielsweise Le Méridien, Westin oder Sheraton. Anbang hatte 2014 das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft.

jul/Reuters/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.