ProSiebenSat.1 Raabs Kündigung versetzt Anleger in Unruhe

Stefan Raab verabschiedet sich vom Fernsehen - für seinen Haussender ProSiebenSat.1 ist das ein schwerer Schlag. Der Börsenkurs brach zum Handelsauftakt regelrecht ein, hat sich aber inzwischen wieder erholt.

Entertainer Stefan Raab: Treue Fangemeinde
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Entertainer Stefan Raab: Treue Fangemeinde


Der Abgang von TV-Star Stefan Raab hat die Aktie von ProSiebenSat.1 am Donnerstag schon vorbörslich mit 3,60 Prozent ins Minus gedrückt. Nach Eröffnung des Handels bauten die Papiere noch einmal ihre Verluste auf bis zu vier Prozent aus, erholten sich aber anschließend wieder etwas Chart zeigen. Aktuell notiert der Wert gut ein halbes Prozent unter Vortagesniveau. Seit dem Hoch Mitte April verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert.

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Stefan Raab: Mr. Einfach Alles

"Ich habe mich entschlossen, zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen", hatte sein Haussender den 48-Jährigen am Vorabend zitiert. Raab etablierte zahlreiche erfolgreiche Unterhaltungssendungen. Er sorgte auch als Moderator beim TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück 2013 für Aufsehen. Raab besitzt eine treue Fangemeinde.

Der Abschied des populären Moderators bedeutet für den Sender eine schwere Schlappe, auch wenn die Verluste nach Einschätzung von Analysten noch nicht genau abzuschätzen sind. Direkte finanzielle Auswirkungen des Karriereendes von Stefan Raab seien schwer zu quantifizieren, schrieb Analyst Harald Heider von der DZ Bank in einer ersten Reaktion. Es werde jedenfalls eine Herausforderung, die positiven Erträge der erfolgreichen Formate ohne Raab aufrechtzuerhalten. Heider bekräftigte seine Verkaufsempfehlung.

Raab-Interview (1998): "Kann mir nicht vorstellen, mit 50 noch Fernsehen zu machen"

mik/dpa-AFX



insgesamt 63 Beiträge
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gleis_1 18.06.2015
1. raabxit
oh gott, sr hört auf und die spon-redaktion dreht durch. der aktienkurs bricht dramatisch ein. so so, magere 1,5% ist er gefallen. das ist also dramatisch. aber wenn die bilfinger+berger gleich um 12% fällt, schreibt kein mensch darüber. aber stimmt, hier ist ja auch kein promi am start. schade, dass spon immer mehr zu einer bild-light mutiert. mit was auch immer, hauptsache die klickrate stimmt.
Markus Frei 18.06.2015
2. Einseitig
Die "Verkaufsempfehlung" kann ich verstehen. Pro7 hat sich jahrelang nur auf Raab konzentriert. Man hat noch die Simpsons, Two and a half man und The Big Bang Theory, aber nach der 6.421 Wiederholung sind das auch keine Zuschauermagneten mehr.
muellerthomas 18.06.2015
3.
Also aktuell sind es -1,38%, während der MADAX insgesamt um 0,94% nachgibt, also keine besondere Bewegung der Pro7-Aktie. Tiefpunkt war 5min nach Börseneröffnung mit -2,35%; also auch kein dramatischer Rückgang. Wie kommt Ihr nur zu solchen Überschriften?
Gmorker 18.06.2015
4. wen wundert das?
Unabhängig davon, ob man Raab mag oder nicht, hat er es jedenfalls geschafft, die Fernsehlandschaft zu prägen. Mir fällt auch nach längerem Nachdenken keine Spielshow (bzw. "Dauerwerbesendung") ein, die an das Format von Schlag den Raab heran reicht. Und was bleibt Pro7, wenn Raab neben TV Total eben auch alle anderen Produktionen einstellt? Ein Haufen Serien und Filmwiederholungen, die teilweise so krass geschnitten sind, das man sie kaum wiedererkennt. Und was gibt es dann sonst noch im deutschen Fernsehen an Eigenproduktion? "Wer wird Millionär?", "Tatort" und Fremdschämen auf RTL2... na danke.
maxderzweite 18.06.2015
5. Haha,
wie immer, ein Teil sagt endlich, der andere Teil sagt ohje Raab war der Held. Ich glaube es war die richtige Entscheidung, abtreten bevor du getreten wirst!
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