Arbeitskampf in Leipzig Amazon-Mitarbeiter streiken für bessere Bezahlung

Die Amazon-Belegschaft in Leipzig kämpft um Tarifverhandlungen: Die Mitarbeiter streiken den ganzen Montag lang. Die Gewerkschaft Ver.di will eine Bezahlung nach dem Einzelhandelstarif erreichen - der US-Konzern lehnt das strikt ab.
Streik am Amazon-Zentrum in Leipzig: Arbeitskampf um bessere Löhne

Streik am Amazon-Zentrum in Leipzig: Arbeitskampf um bessere Löhne

Foto: Peter Endig/ dpa

Düsseldorf - Erneut steht Amazon in der Kritik: Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon haben am Montag in Leipzig ihre Arbeit niedergelegt. Zu dem ganztägigen Streik hat die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen.

Die Gewerkschaft reagierte damit auf die Absage des US-Konzerns, Tarifverhandlungen aufzunehmen, sagte Ver.di-Sprecher Thomas Schneider: "Sollte Amazon weiter Verhandlungen ablehnen, werden wir deutschland- und europaweit kämpfen." Die Gewerkschaft rechne damit, dass bis zu 500 der insgesamt rund 1200 Arbeitnehmer dem Aufruf in Leipzig folgen.

Seit dem Sommer 2013 hatte Ver.di in den Amazon-Zentren Leipzig und Bad Hersfeld wiederholt zum Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft will für die Mitarbeiter eine Bezahlung nach dem Einzelhandelstarif erreichen. Amazon lehnt das strikt ab. Das Unternehmen orientiert sich bei der Bezahlung seiner Beschäftigten bislang an der Logistikbranche, in der niedrigere Löhne gezahlt werden.

Zuletzt hatte Ver.di den Internethändler mitten im Weihnachtsgeschäft bestreikt, um höhere Löhne und bessere tarifliche Regelungen zu erzwingen. Kurz vor Weihnachten kritisierte die Gewerkschaft außerdem die Behandlung von Saisonarbeitern in dem Konzern - die Gewerkschaft warf Amazon vor, Saisonarbeiter einen Tag vor Heiligabend vor die Tür gesetzt zu haben.

bos/dpa/Reuters
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