Streit über Aktienkauf Quelle-Erbin will ihren Ex-Berater verklagen

Früher heckten sie gemeinsam Geschäfte aus, inzwischen hat sich das Verhältnis deutlich abgekühlt: Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz bereitet nach SPIEGEL-Informationen eine Klage gegen ihren Ex-Vermögensberater Josef Esch vor. Doch der schlägt mit deftigen Worten zurück.

Quelle-Erbin Schickedanz: "Wir haben es hier nicht mit einem armen Mütterchen zu tun"
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Quelle-Erbin Schickedanz: "Wir haben es hier nicht mit einem armen Mütterchen zu tun"


Hamburg - Sie bewies kein Geschick bei der Führung des Traditionsunternehmens Quelle: Versandhauserbin Madeleine Schickedanz konnte den Untergang der Firma nicht stoppen und verlor selbst viel Geld. Nun bereitet die Tochter von Quelle-Gründer Gustav Schickedanz eine Klage gegen ihren langjährigen Vermögensberater Josef Esch vor. Das bestätigte Esch in einem SPIEGEL-Gespräch.

Schickedanz investierte als Großaktionärin in den inzwischen insolventen Handelskonzern Arcandor, der bis Mitte 2007 als KarstadtQuelle AG firmierte. Offenbar will sie nun den Troisdorfer Immobilienentwickler Esch wegen Falschberatung vor Gericht bringen. Der Grund: Er habe sie 2004 im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung gedrängt, für 170 Millionen Euro Aktien des KarstadtQuelle-Konzerns zu kaufen. Das dazu nötige Geld hatte sie seinerzeit als Kredit vom Bankhaus Sal. Oppenheim bekommen.

Esch wies die Vorwürfe zurück: "Wir haben es hier nicht mit einem armen Mütterchen zu tun, das bei einem Haustürgeschäft über den Tisch gezogen wurde. Die Kapitalerhöhung war die Basis für eine sehr gute Zukunft des Konzerns", sagte er. "Die Aktie ging rauf, aber statt zu verkaufen, hat sie ihr Paket gehalten. Das war ihre Entscheidung, so etwas kann auch schiefgehen."

Esch sagte weiter, im März 2006 habe es "tatsächlich einen Investor" gegeben, "der ihr Aktienpaket haben wollte". Zum Geschäft sei es aber nicht gekommen: "Frau Schickedanz hat das Angebot abgelehnt." Sie habe Themen, die KarstadtQuelle betrafen, nicht mit ihm, sondern mit dem früheren Arcandor-Vorstandschef Thomas Middelhoff und ihrem Ehemann besprochen.

"Als damals der Investor die Aktien kaufen wollte, habe ich Middelhoff angerufen", berichtete Esch. "Ich sagte ihm, ich hätte Zweifel, ob Frau Schickedanz die Nerven habe, darauf zu warten, bis seine Konzepte greifen würden. Vielleicht sei es deshalb besser, wenn sie aussteige. Doch Middelhoff sagte, er werde selbst versuchen, mit Frau Schickedanz einen klaren Kurs festzulegen. Das hat er dann geschafft."

Esch plaudert über Middelhoffs Ferienhaus und Yacht

Quelle fusionierte 1999 mit Karstadt zum späteren Arcandor-Konzern. Doch die Eigentümer des Katalog-Versandhauses hatten das Konzept nicht weiterentwickelt. Sie hielten zu lange an unrentablen Standorten fest und verpassten die Internationalisierung. 2009 schlitterte Arcandor in die Insolvenz, damit löste sich auch das 1927 gegründete Quelle-Reich auf.

Esch verwaltete über Jahre auch das Vermögen von Ex-Arcandor-Chef Middelhoff. Der Manager überlege ebenfalls, "ob er irgendeine Chance hat, Schadensersatz geltend zu machen". Dafür sehe er aber keine Grundlage, sagte Esch. Er habe all seinen Kunden dargelegt, dass sein Fondsmodell nur unter zwei Bedingungen funktioniere: Wenn ein dauerhaft hohes Einkommen gewährleistet sei und Steuerersparnis sowie Überschüsse als Eigenkapital im Fonds blieben. "Wer das nicht macht und etwa die Steuerersparnis für seinen privaten Bedarf verwendet, der kann Probleme bekommen", führte Esch aus.

Wenn Middelhoff nun über Probleme klage, liege dies "jedenfalls nicht an den Fonds". Esch sagte weiter, für Middelhoffs 33-Meter-Luxusyacht und sein Ferienhaus in Saint-Tropez würde "im Monat sicher ein sechsstelliger Betrag benötigt. Das müssen Sie erst einmal verdienen."



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Seite 1
sorata 09.04.2011
1. Unbegreiflich
Zitat von sysopFrüher heckten*sie gemeinsam Geschäfte aus, inzwischen hat sich das Verhältnis deutlich abgekühlt: Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz bereitet nach SPIEGEL-Informationen eine Klage gegen ihren Ex-Vermögensberater Josef Esch vor. Doch der schlägt mit deftigen Worten zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,756036,00.html
Mir st unbegreiflich, dass die Herren Esch und Middelhof nicht schon längst im Gefängnis sitzen.
rmuekno 09.04.2011
2. Esch und Middelhof
Da haben sich zwei Gauner gefunden, die eigentlih wegen Betrugs in den Knast gehörten. Und Madelaine war eh nis die schlauste die hat sich über den Tisch ziehen lassen, na ja habe ich kein Mitleid, selber Schuld. Nur Schade dass man so eine gutes Unternehmen durch Missmanagement und eigene Profitgier (Esch Middelhof) so an die Wand fährt, zu Lasten all der langjährigen Mitarbeiter.
docker 09.04.2011
3. Da tauchen..
Zitat von sysopFrüher heckten*sie gemeinsam Geschäfte aus, inzwischen hat sich das Verhältnis deutlich abgekühlt: Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz bereitet nach SPIEGEL-Informationen eine Klage gegen ihren Ex-Vermögensberater Josef Esch vor. Doch der schlägt mit deftigen Worten zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,756036,00.html
...sie nach nur 2 Jahren wieder aus ihren Löchern auf. Die Schicketanzens und Middelhoffs etcetc Wieviele Existenzen sind durch diese Einzelpersonen vernichtet worden ? Ca ira , ca ira...
derlabbecker 09.04.2011
4. kein Mitleid...
... nehme an die gute Frau lebt nun nicht von Hartz 4.... es ist halt nur nicht mehr jeden Tag Schampus und Kaviar zum Frühstück drin, und die eine oder andere Villa musste verkauft werden.
Roßtäuscher 09.04.2011
5. Quelle-Erbin will ihren Ex-Berater verklagen
Zitat von sysopFrüher heckten*sie gemeinsam Geschäfte aus, inzwischen hat sich das Verhältnis deutlich abgekühlt: Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz bereitet nach SPIEGEL-Informationen eine Klage gegen ihren Ex-Vermögensberater Josef Esch vor. Doch der schlägt mit deftigen Worten zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,756036,00.html
Da beginnt die gelackmeierte Frau Schickedanz aber früh mit ihrer Erkenntnis. Sie hat doch bis vor 12/20 Monaten noch ihren Schutzschild über Middelhoff gehalten. Ausgerechnet Esch - gleichbedeutend mit dem AWD-Marschmeyer - soll verklagt werden?
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