Stromerzeugung So stark wachsen die erneuerbaren Energien

Seit 1990 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an Deutschlands Stromerzeugung verachtfacht, sie verdrängen Kohle- und Kernkraftwerke. Allerdings ist ein fossiler Brennstoff ebenfalls auf dem Vormarsch.
Energiemix: Windräder bei Hannover. Im Hintergrund ist das Kohlekraftwerk Mehrum zu sehen

Energiemix: Windräder bei Hannover. Im Hintergrund ist das Kohlekraftwerk Mehrum zu sehen

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Deutschland ist Kohleland: Das galt noch vor einem Vierteljahrhundert. Fast 60 Prozent der Stromerzeugung entfielen 1990 auf Kraftwerke, die mit Braun- oder Steinkohle befeuert wurden. Weitere 27 Prozent steuerte die Kernkraft zum Strommix bei. Erneuerbare Energien? Beschränkten sich damals auf einige Wasserkraftwerke. Dementsprechend gering fiel ihr Anteil mit 3,6 Prozent damals aus.

Das hat sich dramatisch geändert. Wie stark, das zeigt die Infografik von STATISTA . Der Anteil der erneuerbaren Energien hat sich seit 1990 mehr als verachtfacht . 2016 lag er bei 29,5 Prozent. Zweitwichtigste Stromquelle ist die Braunkohle mit 23,1 Prozent (1990: 31,1 Prozent). Besonders stark an Bedeutung verloren hat die Atomkraft. Ihr Anteil lag zuletzt noch bei 13,1 Prozent, das ist weniger als die Hälfte als vor 25 Jahren. Zugelegt hat dagegen die Stromerzeugung aus Erdgas, von 6,5 auf 12,1 Prozent.

Strommix seit 1990

Strommix seit 1990

Foto: SPIEGEL ONLINE, Statista

Der Anteil der erneuerbaren Energien wiederum setzt sich zusammen aus Windkraft (12,3 Prozent), Photovoltaik (5,9 Prozent) und Biomasse (7,0 Prozent). Der Anteil der Wasserkraft hat sich mit 3,3 Prozent im Vergleich zu 1990 wenig verändert.

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beb
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