Studie Deutschlands Top-Manager steigern Einkommen um 22 Prozent

Die deutsche Wirtschaft erreicht im Laufe dieses Jahres wieder Vorkrisenniveau - bei den Einkommen der Top-Manager ist das bereits seit dem vergangenen Jahr der Fall. Laut einer Studie stieg die Vergütung von Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen im Schnitt um 22 Prozent.
VW-Chef Martin Winterkorn: Gehaltsprimus unter deutschen Top-Managern

VW-Chef Martin Winterkorn: Gehaltsprimus unter deutschen Top-Managern

Foto: DDP

Frankfurt am Main - Die Vorstände der Dax-Unternehmen profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung: Im Jahr 2010 stieg ihre Vergütung um durchschnittlich knapp 22 Prozent. Dabei machte das Fixgehalt nur einen Anteil von 29 Prozent aus, kurzfristige Boni trugen hingegen mit 40 Prozent zum Einkommen der Top- Manager bei. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) über die Vergütung der Vorstände in Dax- und MDax-Unternehmen.

Ein Dax-Vorstand erhielt demnach im Schnitt 2,9 Millionen Euro. Top-Verdiener waren VW-Chef Martin Winterkorn mit 9,33 Millionen Euro, gefolgt von Josef Ackermann und Peter Löscher. Die Vorstandschefs der Deutschen Bank   und Siemens   verdienten jeweils knapp neun Millionen Euro. Das größte Gehaltsplus gab es für die MAN  -Vorstände. Sie steigerten ihre Einkünfte um durchschnittlich 190 Prozent. Im internationalen Vergleich lag die Bezahlung deutscher Top-Manager im mittleren Bereich zwischen Frankreich und der Schweiz.

Die Aktionärsschützer der DSW üben in ihrer Studie auch Kritik: So sei der Anteil kurzfristiger Boni immer noch zu hoch gewesen - die fixen Gehaltsbestandteile und die langfristigen Boni machten weniger als 40 Prozent der Einkommen aus. Die Experten sind irritiert darüber, dass das neue Manager-Gesetz (siehe Infobox in der linken Spalte) bislang nicht zu einem höheren Anteil nachhaltiger Gehaltsbestandteile geführt hat.

fdi
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