Studie Energieagentur rechnet mit fundamentaler Wende auf dem Gasmarkt

Die Internationale Energieagentur rechnet laut einem Zeitungsbericht mit dramatischen Umbrüchen beim Gasverkauf: Durch verbesserte Fördermöglichkeiten und den Ausbau von Atom- und Ökostrom entstehe ein Energie-Überangebot. Die Folge: sinkende Preise.

Gasförderung in Russland: Steigendes Angebot, sinkende Nachfrage
REUTERS

Gasförderung in Russland: Steigendes Angebot, sinkende Nachfrage


London - Es ist eine Studie, die für Aufsehen sorgen dürfte: Angesichts des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Atomkraft sowie einer Erhöhung der Gaskapazitäten werde es weltweit ein wachsendes Überangebot an Erdgas und damit zurückgehende Preise geben, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf eine noch nicht autorisierte Studie, die die Internationale Energieagentur (IEA) kommenden Dienstag vorstellen will. Zugleich werde die Abhängigkeit Europas von Gaslieferungen aus Russland sinken.

Schon jetzt hätten sich die Bedingungen geändert, zitiert das Blatt aus dem Papier: "Der Gasmarkt ist von einem Verkäufermarkt mit knappem Angebot und hoher Nachfrage in einen Käufermarkt mit wachsender Förderung und sinkender Nachfrage gedreht", zitiert die Zeitung aus dem Papier.

Bis 2015 würden die Überkapazitäten von Pipelines und Flüssiggasterminals auf mindestens 250 Milliarden Kubikmeter anschwellen, viermal soviel wie 2007. Der geplante Ausbau regenerativer Energien und der Kernkraft sowie die Erhöhung von Energieeffizienz werde 2015 die Gasnachfrage um fünf Prozent senken, bis 2030 sogar um 17 Prozent.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 354 Beiträge
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Klo, 04.08.2009
1.
Zitat von sysopZu wenig Anbieter, hohe Barrieren und einseitige Förderung: Laut Monopolkommission gibt es auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt immer noch keinen funktionierenden Wettbewerb. Wie kann man zu hohe Energiepreise verhindern?
Wechseln zu Ökostromanbietern. Meine Stromrechnung ist seither um fast 1/3 gefallen. Das Klo.
Teoem 04.08.2009
2.
Zitat von sysopZu wenig Anbieter, hohe Barrieren und einseitige Förderung: Laut Monopolkommission gibt es auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt immer noch keinen funktionierenden Wettbewerb. Wie kann man zu hohe Energiepreise verhindern?
na was für eine überraschung. da unsere politiker eher an hohen gewinnen der stromproduzenten interessiert sind, wird sich an den preisen nichts ändern, es sei denn sie werden erhöht.
Garibaldi, 04.08.2009
3. Nichts neues.
Da braucht man keine Monopolkommission um diese Mißstand zu erkennen. Jeder weiss es, jeder zahlt. Ärgerlich nur dass diese offensichtliche Korruption der Politik ohne Folgen bleibt.
mstylz 04.08.2009
4. die liebe energie und deren lobbyisten
das würde ich auch gerne wissen.aber die argumente dagegen sind ja so "ironiemodus online " stichhaltig und nachvollziehbar "ironiemodus offline". auf diversen onlineangebotsseiten zu stöbern bringt jetzt auch für den gemeinen verbraucher zwar schon ein wenig aber der durchbruch schaut anders aus...bzw. würde.
Hovac 04.08.2009
5. Lobby
Alle wissen es, nichts passiert. Warum auch, ist bei Pharmaherstellern, unnd vielem anderem ja auch nicht anders.
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