Studie Forscher loben Schweiz als wettbewerbsfähigstes Land der Welt

Daran kann auch ein starker Franken nichts ändern: Laut einer Studie verfügt die Schweiz über die stabilste Wirtschaft der Welt. Die USA setzen ihren Abwärtstrend fort und belegen nur noch Rang fünf.

Eidgenössische Nationalflagge: Schweiz weltweit auf dem Gipfel der Volkswirtschaften
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Eidgenössische Nationalflagge: Schweiz weltweit auf dem Gipfel der Volkswirtschaften


Genf - Während die Industrienationen stagnieren, läuft die Wirtschaft in den Schwellenländern auf Hochtouren. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Competitiveness Report, der im Rahmen des World Economic Forums vorgestellt wurde.

Demnach belegt die Schweiz zum dritten Mal in Folge den ersten Rang. Verantwortlich für die gute Position seien nach Meinung der Experten der hohe Innovationsgrad, die exzellenten Forschungseinrichtungen und die enge Zusammenarbeit zwischen dem akademischen und dem wirtschaftlichen Sektor.

Die Rangliste basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI), der von Xavier Sala-i-Martin, Wirtschaftsprofessor an der Columbia University, für das World Economic Forum entwickelt und 2004 eingeführt wurde. In diesem Jahr wurden über 14.000 Wirtschaftsführer in 142 Ländern - so viele wie noch nie - befragt.

Auf Platz zwei liegt Singapur, das seinen Rang laut den Forschern wegen erstklassiger Infrastruktur und einem Mindestmaß an Korruption sowie einer effizienten Regierung verdient habe. Die weiteren Plätze in den Top Ten gehen an Schweden, Finnland, die USA, Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Japan und Großbritannien.

Schwellenländer holen weiter auf

2008 hatten die USA das Ranking noch angeführt. Die aktuelle schlechte Platzierung erklären die Ökonomen mit geringem Vertrauen in die politische Führung, schlechten Verbindungen der Politik in den privaten Sektor sowie einer relativen Ressourcenverschwendung durch die Regierung. Was die makroökonomische Stabilität angeht, liegen die USA sogar auf Platz 90 von insgesamt 142 ausgewerteten Volkswirtschaften.

Ganz anders sieht es bei den Schwellenländern aus. "Nach einigen schwierigen Jahren zeichnet sich langsam eine Erholung von der Wirtschaftskrise ab, die jedoch nicht überall gleich stark einsetzt", sagte Klaus Schwab, Gründer und Executive Chairman des World Economic Forum. "Während die meisten Schwellenländer trotz gewisser Überhitzungsrisiken nach wie vor ein relativ starkes Wachstum vorweisen, verzeichnen die meisten Industrienationen weiterhin eine nur zögerliche Erholung, eine hohe Arbeitslosigkeit und eine finanzielle Anfälligkeit." Etliche asiatische Länder haben es in diesem Jahr unter die Top 30 geschafft. China verbessert sich um einen Platz auf Rang 26. Die extrem geringe Staatsverschuldung würde laut Meinung der Experten auch die ausgedehnte Inflation der Volksrepublik wettmachen.

Einen Grund für den Boom in den Schwellenländern sehen die Ökonomen in einer solideren Wachstumsgrundlage und der Tatsache, dass sich die Wirtschaftsaktivität vermehrt von den Industriestaaten in die Schwellenländer verlagert.

dis



insgesamt 38 Beiträge
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atomkraftwerk, 07.09.2011
1. Blödsinn
Japan und UK unter den TopTen? LOL Diese Studie ist völlig unglaubwürdig. Man braucht sich ja nur mal die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte dort ansehen. Was sollen diese Lügengeschichten?
Wolf_68, 07.09.2011
2. Es war einmal......
Zitat von sysopDaran kann auch ein starker Franken nichts ändern: Laut einer Studie verfügt die Schweiz über die stabilste Wirtschaft der Welt. Die USA setzen ihren Abwärtstrend fort und belegen nur noch Rang fünf. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,784889,00.html
Ich hab mit sagen lassen, diesen Ruf soll Deutschland auch einmal gehabt haben.
Umbriel 07.09.2011
3. Die Schweiz ist ein VORBILD
Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen, diese Information ist sehr wichtig. - in Mentalität, Sprache und Lebensart sind Schweizer und Baden-Württemberger sich so ähnliche wie Bayern und Tiroler. - man braucht weder EU noch EURO noch UNO, um international sehr erfolgreich an der Weltwirtschaft mitzuwirken
jos777 07.09.2011
4. Schweiz - das gelobte Land, wo die Milch und der Franken fließt.
Spiegel.de schreibt: Demnach belegt die Schweiz zum dritten Mal in Folge den ersten Rang. Verantwortlich für die gute Position seien nach Meinung der Experten der hohe Innovationsgrad, die exzellenten Forschungseinrichtungen und die enge Zusammenarbeit zwischen dem akademischen und dem wirtschaftlichen Sektor. --- Fragen: 1. Welches Land würden Sie für Ihre Familie und sich selber aussuchen, wenn Sie 30 Jahre in die Zukunft blicken ? a. Schweiz b. Deutschland c. Mexiko d. Irak e. Japan 2. In welche Währung würden Sie Ihr gesamtes Vermögen investieren, wenn Sie 30 Jahre in die Zukunft blicken ? a. Schweizer Währung (SFR) b. Deutschland (Euro) c. Mexiko (Peso) d. Irak (US-Dollar oder ähnlich) e. Japan (Yen) --- Die meisten Menschen würden wohl die bei Nr. 1 und Nr. 2 mit a. (Schweiz) antworten, weil in der Schweiz - die besten Voraussetzungen für die Schule, Ausbildung und Studium der Kinder vorherrschen - leistungsgerechte Löhne gezahlt werden - das schweizerische Rentensystem gut dasteht im Verhältnis zu den anderen Ländern - der SFR als Welt-Sicherheitswährung einen guten Ruf hatte und auch in Zukunft haben wird --- Fazit: Deshalb wandern auch mehr Deutsche in die Schweiz aus als umgekehrt und kommen nie wieder zurück. Ich kenne selber Fälle von deutschen Ärzten, die in der BRD eine komplette neue Praxis mit guten Patientenstamm bekommen hätten. Die jungen deutschen Ärzte in der Schweiz haben aber nur geschmunzelt, weil die Pluspunkte in der Schweiz zu groß sind, als daß Sie auf absehbare Zeit wieder in die BRD zurückkommen. Voraussichtlich deshalb wird das Verhältnis Euro zu SFR auf Sicht von 2 Jahren auch eher bei 1,00 als bei 1,20 liegen. Das ist zwar hart für die Schweizer Tourismusindustrie, aber am Ende sind sowieso meist nur reiche Deutsche in die Schweiz zum Urlauben gefahren. Vielleicht kann die BRD etwas von der Schweiz lernen.
anders_denker 07.09.2011
5. Das Mindestmaß an Korruption
wird vermutlich in der Schweiz auch erreicht, Blatter und Co sei Dank? Das abrutschen der USA dürfte mit deren Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung zusammenhängen!
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