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27. Oktober 2017, 19:10 Uhr

Stuttgart 21

Bahn lässt Gutachten für Zeitplan und Kosten erstellen

Es wird teurer und später als geplant: Das ist beim umstrittenen Bahn-Projekt Stuttgart 21 seit Langem klar. Die Bahn will nun wissen, was genau droht - und hat Gutachter beauftragt.

Die Deutsche Bahn lässt die Kosten und den Zeitplan für das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21 von Gutachtern überprüfen. Im Dezember solle das Ergebnis der Expertise vorliegen, kündigte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla nach einer Sitzung des Lenkungskreises an.

Das Projekt liegt laut Bahn 24 Monate hinter dem Zeitplan. Die Verspätung habe sich trotz vielfältiger Anstrengungen nicht grundlegend reduziert. Die Verzögerungen waren schon länger bekannt.

Der Kostenrahmen für den neuen Tiefbahnhof und die Tunnel in und um Stuttgart liegt offiziell bei 6,5 Milliarden Euro. Pofalla wies allerdings auch darauf hin, dass die Baupreise in den vergangenen Monaten überall in Deutschland gestiegen seien. 2018 würden bei Stuttgart 21 Vorhaben in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vergeben.

Offiziell hatte das Staatsunternehmen in der Vergangenheit immer erklärt, dass es an dem Ziel festhalte, Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm im Dezember 2021 in Betrieb zu nehmen. Zu einem möglichen Datum zur Fertigstellung äußerte Pofalla sich nicht. Er verwies auf das Gutachten, für das die Bahn die Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) und die Ingenieurgruppe Emch+Berger beauftragte.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte: "Es ist dringend notwendig, dass wir bald Klarheit haben."

apr/dpa

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