Verbraucherschützer Süßes in Adventskalendern oft massiv überteuert

Bonbons und Schokolade zu überhöhten Preisen: Laut der Verbraucherzentrale Hamburg kosten Süßigkeiten in Adventskalendern bis zu viermal so viel wie in normalen Verpackungen. Dabei seien die Produkte oft einfallslos.
Bonbons: Im Adventskalender deutlich teurer

Bonbons: Im Adventskalender deutlich teurer

Foto: Corbis

Hamburg - Verbraucher zahlen für Süßigkeiten in Adventskalendern bis zu viermal so viel wie beim Kauf der Süßwaren in Standardpackungen im Handel. Das habe ein Vergleich von insgesamt zehn im Handel erhältlichen Adventskalendern gezeigt, teilte die Verbraucherzentrale Hamburg  mit. So verlange etwa ein bekannter Bonbonhersteller für seinen Kalender knapp zehn Euro, was einem Aufschlag von 323 Prozent gegenüber dem Preis der enthaltenen Bonbons und Fruchtgummis in herkömmlichen Packungen entspreche.

Ähnlich hoch sei der Preisaufschlag bei den Adventskalendern eines bekannten Fruchtgummiherstellers, teilte die Verbraucherzentrale mit. Dieser belaufe sich auf 283 Prozent.

Auch zeige die Untersuchung, dass Verbraucher nach der Nutzung der Adventskalender mit der Verpackung oft viel Geld in die Mülltonne werfen, teilte die Verbraucherzentrale mit. Bei den Adventskalendern der Marke eines renommierten Schokoladenherstellers lande nach Konsum der Süßigkeiten Verpackung im Mülleimer, für die Verbraucher unter dem Strich 11,24 Euro hingelegt hätten.

Verbraucher sollten sich überlegen, ob ihnen die vorproduzierten Adventskalender so viel Geld wert seien. "Die Inhalte der Kalender sind oft einfallslos und entsprechen dem Standardsortiment, das man das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen kann", sagte Lebensmittelexperte Armin Valet von der Verbraucherzentrale.

cte/AFP
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