Zur technischen Überprüfung Schweizer Airline zieht nach Problemen 29 Flugzeuge aus dem Verkehr

Seit Juli hatten drei Flugzeuge der Airline Swiss Probleme mit den Triebwerken. Nun untersucht die Lufthansa-Tochter 29 Maschinen. Das hat Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Ab Donnerstag sollen die Flugzeuge von Swiss wieder planmäßig unterwegs sein
REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo

Ab Donnerstag sollen die Flugzeuge von Swiss wieder planmäßig unterwegs sein


Nach mehreren Problemen mit Triebwerken bleiben 29 Bombardier-Maschinen der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss zur Überprüfung am Boden. Zahlreiche Flüge mussten annulliert werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es kommt zu einer spürbaren Einschränkung des Flugbetriebs.

Auslöser war ein Zwischenfall am Dienstagmorgen: Eine Swiss-Maschine musste wegen einer Unregelmäßigkeit am Triebwerk auf dem Weg von London nach Genf außerplanmäßig in Paris landen. Die Fluggesellschaft sprach von einem "erneuten Vorfall mit einem C Series/A220 Triebwerk von Pratt & Whitney". Seit dem 25. Juli habe es "drei Fälle mit technischen Unregelmäßigkeiten bei den Triebwerken" gegeben, sagte ein Swiss-Sprecher.

Am Abend teilte Swiss mit, die ersten Flugzeuge seien in "perfektem Zustand" wieder im Dienst. Nach aktuellem Stand könne der Flugverkehr am kommenden Donnerstag wieder weitgehend normal laufen.

Die Flugzeuge stammen vom kanadischen Unternehmen Bombardier. Airbus übernahm nach finanziellen Problemen bei Bombardier die Mehrheit der Anteile an dem Flugzeugprogramm. Deshalb tragen die Maschinen jetzt die Airbus-Kennzeichnung A220. Bei Swiss fliegen zwei Varianten, mit 125 und 145 Sitzen. Swiss hatte die C Series CS100 im Juli 2016 als weltweit erste Airline eingeführt.

"Swiss nimmt diese Vorfälle sehr ernst und steht im engen Austausch mit den zuständigen Behörden, Airbus Canada und dem Triebwerkhersteller (Pratt & Whitney)", teilte Swiss mit. "Die Sicherheit unserer Kunden und Crews hat für uns oberste Priorität." Der US-Triebwerksbauer Pratt & Whitney riet Airlines zu zusätzlichen Untersuchungen. Dabei gehe es um den Niederdruckkompressor.

ptz/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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DerBlicker 16.10.2019
1. wo bleibt die Qualität
Ständig gibt es Probleme mit den Triebwerken aus USA und England, können Pratt & Whitney, GE (LEAP) und Rolls Royce keine Qualität mehr liefern? Das ist doch peinlich.
laermgegner 16.10.2019
2. Ach ja ?
"Die Sicherheit unserer Kunden und Crews hat für uns oberste Priorität." Hört man immer wieder, wenn man nicht von Arbeitsplätzen spricht. Das diese Vögel auch auf Wohngebiete stürzen können, hört man nicht. Und die Anlieger an einem Flughafen, sind einer größeren Gefährung ausgesetzt, als ein Kunde oder ein Pilot
charly05061945 16.10.2019
3. Airbus
Wer keine Probleme hat kauft sich eben welche (analog Bayer).........
gumbofroehn 16.10.2019
4.
Zitat von charly05061945Wer keine Probleme hat kauft sich eben welche (analog Bayer).........
Der Vergleich geht hier m.E. fehl. Probleme, die zusätzliche Nachkontrollen erfordern, sind bei Passagierflugzeugen aller Hersteller nichts Ungewöhnliches ... auch und besonders bei Triebwerken: Man denke an die Probleme, die es beim Rolls-Royce Trent 970 am A380 mit Öllecken gab und die auch zu verkürzten Kontrollintervallen führten. Wichtiger aus Sicht von Airbus dürfte sein, dass Sie mit der CSeries wohl keine grundlegenden Konstruktionsprobleme geerbt haben, wie sie Boeing bei der 737 MAX plagen. Zudem hat Airbus die CSeries nicht aus Lust und Laune übernommen, die sich abzeichnende Übernahme der Passagierflugzeugprogramme von Embraer durch Boeing ließ da wenig Wahl, wenn man das industrielle Gleichgewicht erhalten wollte.
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